Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach hat eigentlich allen Grund zum Feiern: Ein Rekordumsatz und stark gestiegene Gewinne krönen das abgelaufene Geschäftsjahr. Doch eine trübe Prognose für 2026 verdirbt Anlegern gründlich die Stimmung. Warum der Markt die starken Zahlen ignoriert und sich stattdessen auf US-Zölle und Währungseffekte einschießt.

Starkes Jahr, schwacher Ausblick

Auf den ersten Blick glänzt die Bilanz für 2025: Mit 24,8 Milliarden Euro Umsatz und einem um 54 Prozent gesteigerten operativen Gewinn hat das Unternehmen geliefert. Verantwortlich für die aktuelle Katerstimmung ist jedoch der Blick nach vorn. Für 2026 peilt das Management lediglich einen operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro an. Das liegt gut 15 Prozent unter den Erwartungen der Analysten und drückt die operative Marge spürbar unter das eigene mittelfristige Ziel von zehn Prozent.

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Hauptverantwortlich für die vorsichtige Planung ist ein toxischer Mix aus US-Zöllen und einem schwachen Dollar. Da ein Großteil der Produktion in Asien stattfindet und in westliche Märkte importiert wird, kalkuliert der Konzern mit einer negativen Belastung von rund 400 Millionen Euro. Diese Aussicht verunsicherte die Investoren in den vergangenen Tagen massiv. Der Kursverfall drückte das Papier am Dienstag auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 140,75 Euro. Mit einem aktuellen Kurs von gut 141 Euro hat der Titel auf Jahressicht damit über 36 Prozent an Wert verloren und notiert weit unter der wichtigen 200-Tage-Linie.

Signale der Stärke im Hintergrund

Gibt es also nur Schatten? Keineswegs. Das Management steuert mit handfesten Argumenten gegen den Vertrauensverlust. Eine vorgeschlagene Dividendenerhöhung um satte 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie sowie ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro sollen Stabilität signalisieren. Zudem werten Marktbeobachter von Morgan Stanley ein historisches Muster positiv: Unter dem bis 2030 verlängerten CEO Björn Gulden hat das Unternehmen seine zu Jahresbeginn ausgegebenen Ziele in der Vergangenheit konsequent übertroffen.

Die operative Basis des Konzerns gilt als robust, zumal der jüngste Anstieg der Lagerbestände laut Unternehmensangaben auf strategische Voreinkäufe für die Fußball-WM 2026 zurückzuführen ist. Für eine nachhaltige Erholung der Aktie muss das Management nun beweisen, dass es die Margen trotz der Zollbelastungen verteidigen kann. Erste konkrete Hinweise darauf, wie gut die strategische Anpassung greift, werden die Ergebnisse zum ersten Quartal liefern.

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