Adidas Aktie: Kehrtwendung fehlt!
Der Sportartikelhersteller hat das umsatzstärkste Jahr seiner Unternehmensgeschichte hinter sich, an der Börse dominiert dennoch die Enttäuschung. Eine unerwartet schwache Gewinnprognose für 2026 überschattet die jüngsten Rekordzahlen komplett. Massive Belastungen durch US-Zölle und Währungseffekte zwingen das Management, die Erwartungen deutlich nach unten zu korrigieren.
Zölle torpedieren die Gewinnziele
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 präsentierte das Management glänzende Zahlen. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um 13 Prozent auf den Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro, während sich der operative Gewinn auf 2,06 Milliarden Euro verbesserte. Der Ausblick auf das laufende Jahr sorgt nun allerdings für Ernüchterung. Mit einem anvisierten operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro verfehlt der Konzern den Analystenkonsens von 2,72 Milliarden Euro deutlich. Verantwortlich dafür ist ein negativer Effekt von rund 400 Millionen Euro, der direkt aus US-Zöllen und ungünstigen Wechselkursen resultiert.
Aktie testet Jahrestief
Anleger reagierten prompt auf die trüben Aussichten. Die Papiere sackten ab und notierten zum gestrigen Handelsschluss bei 140,75 Euro – nur hauchdünn über dem erst am Mittwoch markierten 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf über 16 Prozent.
Die operative Schwäche zeigt sich besonders in Nordamerika. Dort wuchs der Umsatz währungsbereinigt zwar zweistellig, schrumpfte in Euro gerechnet aber leicht. Gleichzeitig belasten veränderte Konsumgewohnheiten im chinesischen Markt die gesamte Branche. In diesem schwierigen Umfeld werten Marktbeobachter die vorzeitige Vertragsverlängerung von CEO Bjørn Gulden bis 2030 als strategisches Zeichen der Kontinuität.
Dividende und Aktienrückkäufe
Trotz der gedämpften Gewinnaussichten flankiert das Management den laufenden Konzernumbau mit konkreten Maßnahmen zur Kapitalrückführung:
- Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr soll um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie steigen.
- Ein bereits im Januar angekündigtes Aktienrückkaufprogramm umfasst ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro.
- Für die Jahre 2026 bis 2028 peilt der Konzern ein jährliches Wachstum des operativen Gewinns im mittleren Zehnprozentbereich an.
Aktuell wirbt die Führungsebene auf Roadshows um das Vertrauen institutioneller Anleger. Ob die Argumente für den mittelfristigen Wachstumskurs verfangen, wird sich am 29. April zeigen. Dann präsentiert der Konzern die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Im Zentrum der Aufmerksamkeit werden dabei die Entwicklung der Bruttomarge sowie handfeste Fortschritte im schwächelnden China-Geschäft stehen.
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