Die Aktie des chinesischen Elektroautoherstellers BYD bewegte sich zum Ende der Woche am Freitag minimal abwärts. -0,32 % wurden gemessen. An den Kurstafeln ist die Aktie nun mit rund 10,74 Euro erfasst worden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Zone um 11 Euro. Sie gilt aus charttechnischer Sicht als erste größere Widerstandslinie.

Analysten gehen derzeit noch immer davon aus, die Aktie könnte sich auf über 13 Euro aufwärts schieben. Der Konsens ist ohne Zweifel noch immer zuversichtlich! Eine neue Nachricht hat den Markt offenbar nicht erfasst: In Europa soll es Schnell-Ladestationen geben. Die werden schon ab April bereit sein. Hier kann es nun sehr schnell gehen.

BYD: Die neuen Chancen der Chinesen

Während sich die Kursbewegung derzeit moderat zeigt, konzentriert sich die Diskussion rund um den Konzern vor allem auf das internationale Wachstum. Im Februar 2026 lieferte BYD weltweit 190.190 Fahrzeuge aus. Davon gingen rund 100.600 Einheiten in Auslandsmärkte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von etwa 50 %.

Damit überstiegen die internationalen Auslieferungen erstmals die Verkäufe im chinesischen Heimatmarkt. Gleichzeitig bleibt der heimische Markt unter Druck. Im Februar gingen die Verkäufe im Jahresvergleich um 41 % zurück. Selbst bereinigt um Effekte des chinesischen Neujahrsfestes ergibt sich für die ersten beiden Monate 2026 ein Rückgang von rund 36 %.

Mehrere Faktoren tragen zu dieser Entwicklung bei. Seit Beginn des Jahres gilt in China eine neue Kaufsteuer von 5 % auf Elektroautos. Gleichzeitig sind frühere Förderprogramme ausgelaufen. Parallel dazu gewinnen Wettbewerber wie Geely oder Leapmotor Marktanteile im wichtigen mittleren Preissegment.

Der Konzern reagiert darauf mit einer stärkeren internationalen Expansion. Für das Jahr 2026 plant BYD weltweite Exporte von rund 1,3 Millionen Fahrzeugen. Um diese Ziele zu erreichen, baut das Unternehmen seine Produktionskapazitäten außerhalb Chinas aus.

Ein zentraler Schritt ist der Aufbau neuer Werke in Europa. In Ungarn soll bereits im zweiten Quartal eine Fabrik in die Serienproduktion gehen. Parallel entstehen weitere Produktionspläne in Märkten mit steigender Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

Neben der geografischen Expansion setzt der Konzern auch auf technologische Entwicklungen. Mit der neuen Blade Battery 2.0 stellte das Unternehmen eine Weiterentwicklung seiner Batterietechnologie vor. Das System erreicht eine um 5 % höhere Energiedichte und ermöglicht Ladezeiten von 10 % auf 70 % innerhalb von fünf Minuten.

Am Ende ist die Aktie noch immer im Abwärtstrend. Die Betonung liegt auf „noch“.