Gespräche über eine mögliche Stellantis-Beteiligung, Humanoid-Roboter in der eigenen EV-Fabrik und gleichzeitig ein massiver Kursrückgang — Xiaomi liefert kurz vor den Jahreszahlen ein widersprüchliches Bild. Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Hoch fast die Hälfte ihres Werts verloren, während das Unternehmen strategisch in mehrere Richtungen gleichzeitig expandiert.

Stellantis-Gespräche und Roboter-Ambitionen

Das brisanteste Signal der vergangenen Woche kommt aus der Automobilbranche. Stellantis führt Gespräche mit chinesischen Herstellern, darunter Xiaomi und Xpeng, über mögliche Investitionen in das schwächelnde europäische Geschäft des Fiat-Mutterkonzerns. Konkret geht es um Anteile an Marken wie Maserati sowie den Zugang zu europäischen Fertigungskapazitäten. Für Xiaomi wäre das ein direkter Einstieg in den europäischen Markt; für Stellantis ein Weg zu chinesischer EV- und Softwaretechnologie. Eine Vereinbarung gibt es bislang nicht, und Stellantis bestätigte lediglich routinemäßige Branchengespräche.

Parallel dazu erprobt Xiaomi eigene Humanoid-Roboter in seiner Elektrofahrzeugfabrik. Laut Unternehmensangaben schafft ein Zwei-Roboter-Team 90 Prozent der anfallenden Arbeit in drei Stunden — mit einer Erfolgsquote von über 90 Prozent bei der simultanen Montage. Die Roboter nutzen ein multimodales KI-Modell, das visuelle Daten, Sensorfeedback und Reinforcement Learning kombiniert. Xiaomi-Präsident Lu Weibing dämpfte jedoch übertriebene Erwartungen: Die Maschinen befänden sich noch im Praktikantenstadium, sagte er auf dem Mobile World Congress.

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Goldman senkt Prognosen — Indien bereitet Probleme

Strategische Ambitionen hin oder her: Die fundamentale Lage ist belastet. Goldman Sachs senkte die bereinigten Nettogewinnprognosen für 2025 bis 2027 um bis zu 24 Prozent und das Kursziel von 47,50 auf 41 Hongkong-Dollar. Als Hauptgründe nennt die Bank steigende Vorleistungskosten — Speicherpreise sind im laufenden Quartal laut Counterpoint Research um 80 bis 90 Prozent gestiegen — sowie den schrittweisen Abbau staatlicher EV-Subventionen in China. Xiaomi hält die Preise seiner Flaggschiff-Smartphones stabil, was Marktanteile sichert, aber die Margen weiter drückt.

Zusätzlich eskaliert ein Steuerstreit in Indien. Den Behörden zufolge soll Xiaomi Zölle auf Royalty-Zahlungen hinterzogen haben. Aus einer vorläufigen Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnten inklusive Strafen und Zinsen über 150 Millionen werden. Rund 610 Millionen US-Dollar an Unternehmensvermögen im Land bleiben eingefroren.

Gegen den Kursverfall stemmt sich Xiaomi mit einem aggressiven Rückkaufprogramm: Allein im vergangenen Monat flossen mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in den Rückkauf eigener Aktien — so viel wie seit über zwei Jahren nicht.

Jahreszahlen am 24. März als nächster Prüfstein

Am 24. März trifft sich der Vorstand, um die vollständigen Jahresergebnisse 2025 zu genehmigen. Auf der Tagesordnung steht auch die mögliche erste Abschlussdividende seit dem Börsengang. Anleger erhoffen sich Klarheit über die Margenentwicklung im Smartphone-Kerngeschäft und ein vollständiges Gewinnbild der EV-Sparte. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Fahrzeugauslieferungen an — ein Plus von 34 Prozent —, doch der anhaltende Preiskampf auf Chinas EV-Markt lässt die Investorenreaktion bislang verhalten ausfallen.

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