Adidas Aktie: Geschäftsstrategie bewertet
Goldman Sachs nimmt Adidas ins Visier – und zwar nicht zum Guten. Die US-Investmentbank senkte das Kursziel am Donnerstag von 210 auf 180 Euro. Die Begründung: moderateres Wachstum im gesamten Sportartikel-Sektor. Während Goldman zur Vorsicht mahnt, halten andere Analysehäuser unbeirrt an ihren positiven Einschätzungen fest. Gleichzeitig bringt ein Bericht über Personalabwerbungen durch Puma zusätzliche Brisanz in die Branche.
Die Fakten im Überblick:
- Goldman Sachs senkt Kursziel von 210 auf 180 Euro (Rating: "Neutral")
- Berenberg, Bernstein Research und zwei weitere Häuser bleiben bei "Buy"/"Outperform"
- Konkurrent Puma wirbt gezielt Top-Manager von Adidas ab
- Aktie schloss XETRA-Handel am Donnerstag dennoch 1,2 Prozent höher bei 154,25 Euro
Geteilter Markt – wer hat recht?
Die Herabstufung durch Goldman Sachs wiegt schwer. Das Analysehaus verweist auf Signale aus dem Handel, die auf eine abkühlende Dynamik im Sportartikelgeschäft hindeuten. Das moderatere Wachstumstempo sei branchenweit zu beobachten – eine Einschätzung, die konjunkturelle Risiken und nachlassenden Konsumappetit reflektiert.
Dem stehen mehrere optimistische Stimmen gegenüber. Die Privatbank Berenberg bekräftigte ihre Kaufempfehlung, ebenso wie Bernstein Research mit "Outperform". Zwei weitere Analysehäuser schlossen sich dieser Einschätzung an. Die Argumente der Optimisten: starke Marke, Erholungspotenzial nach schwierigen Quartalen und strategische Neuausrichtung.
Interessant ist die Reaktion des Marktes. Trotz des negativen Votums von Goldman schloss die Aktie mit einem Plus. Offenbar trauen Investoren dem Drei-Streifen-Konzern mehr zu, als die vorsichtige Analyse vermuten lässt.
Personalpoker mit Puma verschärft Wettbewerb
Zusätzliche Dynamik kommt aus Herzogenaurach selbst. Laut "manager magazin" wirbt Puma gezielt Top-Manager von Adidas ab – ein Schritt, der intern bei Puma für Unruhe sorgt. Der Kampf um Talente und strategisches Know-how verschärft sich. Für Adidas bedeutet dies, nicht nur bei Produkten und Marketing, sondern auch beim Personal Stärke zu beweisen.
Die Personalrochaden sind mehr als nur eine Randnotiz. Sie zeigen, wie intensiv der Wettbewerb zwischen den beiden Herzogenauracher Rivalen geworden ist. Mittelfristig könnte sich dies auf Innovationskraft und Marktanteile auswirken.
Entscheidung fällt am 4. März
Die gegensätzlichen Analysteneinschätzungen dürften die Diskussionen um die Aktie vorerst bestimmen. Klarheit bringen erst die offiziellen Zahlen für das Gesamtjahr 2025, die Adidas am 4. März 2026 vorlegt. Dann zeigt sich, ob die vorsichtige Haltung von Goldman oder die optimistische Sicht der anderen Analysten gerechtfertigt ist. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für neue Branchen- und Konjunkturdaten.
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