Der finnische Netzwerkausrüster blickt auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2025 zurück. Während der ausgewiesene operative Gewinn deutlich einbrach, ruhen die Hoffnungen der Anleger nun auf einer strategischen Neuausrichtung. Mit Hilfe von Nvidia soll künstliche Intelligenz die Mobilfunknetze der Zukunft effizienter machen und neue Erlösquellen für die Infrastruktur erschließen.

Ein Blick auf die jüngsten Bilanzen zeigt ein zweigeteiltes Bild. Zwar konnte Nokia den Nettoumsatz im abgelaufenen Jahr leicht um drei Prozent auf knapp 19,9 Milliarden Euro steigern, doch der ausgewiesene operative Gewinn sackte um 55 Prozent auf 885 Millionen Euro ab. Dennoch zeigte sich das Management zufrieden, da der bereinigte operative Gewinn mit 2,0 Milliarden Euro exakt den eigenen Vorgaben entsprach. Für das laufende Jahr 2026 stellt der Konzern nun eine Erholung in Aussicht und peilt ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro an.

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Nvidia-Partnerschaft soll Wachstum sichern

Getragen wird dieser Optimismus von einem klaren strategischen Schwenk in Richtung sogenannter AI-RAN-Technologien. Durch eine zentrale Partnerschaft mit dem Chip-Giganten Nvidia will Nokia Hochleistungsrechner direkt in die Mobilfunknetze integrieren. Telekommunikationsanbieter könnten dadurch KI-Anwendungen direkt an den Netzknotenpunkten ausführen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Versuch, sich im hart umkämpften 5G- und 6G-Infrastrukturmarkt von der Konkurrenz abzuheben und lukrative Langzeitverträge zu sichern.

Lieferketten als Risikofaktor

Doch der Weg zu höheren Margen ist nicht frei von Hindernissen. Die gesamte Hardware-Branche kämpft im ersten Quartal 2026 mit massiven Engpässen bei Speicherkomponenten. Prognosen zufolge schießen die Preise für DRAM-Speicher im Vergleich zum Vorquartal um bis zu 95 Prozent in die Höhe, während NAND-Flash-Speicher um rund 60 Prozent teurer werden. Obwohl diese Preissteigerungen primär Smartphone-Hersteller treffen, spüren auch Netzwerkausrüster wie Nokia den Kostendruck, da ihre Server-Einheiten auf exakt diese Hochleistungskomponenten angewiesen sind. Eine leichte Entlastung auf der Kostenseite bietet immerhin der jüngste Preisrückgang beim Rohöl, der die globalen Logistikkosten dämpft.

Mit einem gestrigen Schlusskurs von 6,73 Euro blickt das Papier auf eine starke 12-Monats-Performance von gut 42 Prozent zurück. Ein extrem niedriger RSI-Wert von 19,3 signalisiert nach den leichten Rücksetzern der vergangenen Tage aktuell eine technisch überverkaufte Situation.

Die Zielvorgabe von bis zu 2,5 Milliarden Euro operativem Gewinn für 2026 steht und fällt nun mit der erfolgreichen Monetarisierung der neuen KI-Netzwerktechnologien. Gleichzeitig muss das Management beweisen, dass es die drastisch gestiegenen Hardware-Kosten bei Speicherchips erfolgreich an die Telekommunikationskunden weitergeben kann, um die anvisierten Margen zu schützen.

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