DAX: Geopolitische Entspannung treibt Erholung
Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Konflikts haben dem DAX gestern einen kräftigen Aufwind beschert. Der Index kämpfte sich von einem schwachen Start weg und schloss mit einem Plus von rund 2,2 Prozent – getragen von sinkenden Ölpreisen und breiter Kauflaune unter institutionellen Anlegern.
Ölpreisrückgang als entscheidender Katalysator
Auslöser der Erholungsbewegung waren Berichte über mögliche Deeskalationsschritte im Nahen Osten. Die Sorgen vor Engpässen in der Straße von Hormus ließen nach, der Ölpreis der Sorte Brent gab deutlich nach. Gleichzeitig dämpfte die Diskussion um eine Freigabe strategischer US-Ölreserven die Inflationserwartungen der Anleger spürbar.
Das Ergebnis: Institutionelle Investoren griffen gezielt bei zyklischen Werten und Industrieaktien zu, die in den Vortagen noch stark abverkauft worden waren. Die Marktbreite war entsprechend eindeutig – Gewinner übertrafen Verlierer im Index deutlich. Der Volatilitätsindex VDAX-NEW fiel merklich, ein klares Zeichen nachlassender Absicherungsnachfrage.
An der Spitze der Gewinnerliste stand Infineon mit einem Plus von rund 6 Prozent, gestützt durch Sektorrotation zurück in Technologiewerte. Bayer und Continental folgten mit Aufschlägen von jeweils rund 5 bis 6 Prozent. Volkswagen erholte sich im Sog der allgemeinen Marktstimmung, obwohl die vorgelegten Jahreszahlen für 2025 mit einer operativen Marge von nur 2,8 Prozent wenig Spielraum für Euphorie ließen. SAP war einer der wenigen Verlierer des Tages, nachdem Analysten das Kursziel nach unten korrigierten.
Technisch noch nicht befreit
Trotz der starken Sitzung bleibt der DAX charttechnisch in einer angespannten Lage. Mit einem Schlusskurs von knapp 23.983 Punkten notiert der Index rund 3,4 Prozent unterhalb seines 50-Tage-Durchschnitts. Vom Januarhoch bei 25.420 Punkten trennen ihn noch fast 6 Prozent.
Die Marke von 24.000 Punkten ist dabei der entscheidende Test: Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch darüber, öffnet sich der Weg in Richtung 24.266 Punkte. Hält das Momentum nicht, rückt das gestrige Tagestief bei rund 23.409 Punkten als erste Unterstützung wieder in den Blick.
Für die heutige Sitzung bleibt die Richtung der Ölpreise der wichtigste Einflussfaktor. Neue geopolitische Schlagzeilen aus dem Nahen Osten könnten das zuletzt gedrehte Sentiment schnell wieder belasten – die Erholung vom Dienstag ist eine Entlastung, aber noch kein Trendwechsel.
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