Der Sportartikelhersteller glänzt für das abgelaufene Jahr mit Rekordumsätzen, doch am Aktienmarkt überwiegt die Skepsis. Höhere US-Zölle und ungünstige Wechselkurse trüben die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr spürbar. Reichen die nun angekündigten milliardenschweren Kapitalrückgaben aus, um die verunsicherten Anleger zu besänftigen?

Die fundamentalen Zahlen für 2025 lesen sich zunächst erfreulich. Adidas steigerte seinen Umsatz auf den Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro und verbesserte das Betriebsergebnis um beachtliche 54 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Auch die Bruttomarge legte leicht zu. Doch die Börse handelt bekanntlich die Zukunft, und genau hier verfehlte das Management die Erwartungen deutlich.

Für 2026 rechnet der Konzern lediglich mit einem operativen Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit rund 2,7 Milliarden Euro kalkuliert. Verantwortlich für die gedämpften Aussichten sind vor allem US-Importzölle und negative Währungseffekte, die das Ergebnis voraussichtlich um rund 400 Millionen Euro belasten werden. Da Adidas einen Großteil seiner Waren in Asien produziert und in westliche Kernmärkte importiert, stellen diese Zölle eine erhebliche strukturelle Hürde dar.

Aktie markiert neues Jahrestief

Die Enttäuschung über die Prognose spiegelt sich direkt im Kursverlauf wider. Die Aktie gab heute um 1,09 Prozent nach und schloss exakt auf dem neuen 52-Wochen-Tief von 141,20 Euro. Damit hat das Papier auf Sicht von zwölf Monaten mittlerweile knapp 38 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie, die aktuell bei 172,10 Euro verläuft, unterstreicht den anhaltenden Abwärtsdruck.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?

Vertrauenssignal durch Aktienrückkäufe

Um den Kursrückgang abzufedern und finanzielle Stärke zu demonstrieren, greift die Konzernführung tief in die Kasse. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 2,80 Euro je Anteilsschein erhalten. Zusätzlich startet Adidas für 2026 ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro. Dass der Aufsichtsrat parallel dazu den Vertrag von Vorstandschef Björn Gulden vorzeitig bis Ende 2030 verlängert hat, werten Marktbeobachter als Signal für Kontinuität in der laufenden strategischen Neuausrichtung.

Trotz der soliden operativen Fortschritte beim Abbau von Lagerbeständen bleibt das Umfeld für Adidas anspruchsvoll. Mit einem Abstand von fast 18 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt ist der charttechnische Abwärtstrend vorerst intakt. Eine nachhaltige Erholung des Aktienkurses setzt nun zwingend voraus, dass das Unternehmen die prognostizierten Zollbelastungen im Jahresverlauf durch gezielte Preiserhöhungen und strenge Kostendisziplin kompensiert.

Anzeige

Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:

Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...