Der Windturbinenhersteller Nordex hat eine beeindruckende operative Wende hingelegt und Anleger zuletzt mit Rekordzahlen sowie einer historischen Dividendenankündigung begeistert. Doch nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate stellt sich nun eine entscheidende Frage: Wie viel Fantasie steckt noch in dem Papier? Das US-Analysehaus Bernstein Research liefert darauf eine ernüchternde Antwort.

In einer aktuellen Ersteinschätzung nimmt Bernstein Research die Nordex-Papiere mit einem „Market-Perform“-Rating und einem Kursziel von 40 Euro in die Bewertung auf. Analystin Deepa Venkateswaran bescheinigt dem Unternehmen zwar eine starke Position in Europa und attraktive Margenaussichten, sieht dieses Potenzial jedoch bereits weitgehend im aktuellen Kursniveau reflektiert. Ein Blick auf die jüngste Marktentwicklung stützt diese These: Allein seit Jahresbeginn legte der Titel um fast 39 Prozent zu und notiert mit einem aktuellen Kurs von 41,66 Euro bereits leicht über dem von Bernstein ausgegebenen Zielwert.

Rekordzahlen wecken hohe Erwartungen

Grundlage für die Vorsicht der Analysten ist paradoxerweise der immense Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die Ende Februar präsentierten Zahlen für 2025 markierten einen klaren operativen Wendepunkt. Bei einem Umsatz von 7,6 Milliarden Euro kletterte die operative Marge (EBITDA) von 4,1 auf 8,4 Prozent. Besonders das Schlussquartal stach mit einer Marge von über 12 Prozent positiv hervor und untermauerte, dass Nordex das profitable Wachstum nachhaltig in den Griff bekommt. Begleitet wird diese Entwicklung von einer Nettoliquidität, die mittlerweile die Marke von 1,6 Milliarden Euro überschreitet.

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Historischer Schritt für Aktionäre

Das gewachsene finanzielle Polster ermöglichte dem Management eine Premiere in der über 30-jährigen Börsengeschichte: Erstmals sollen Gewinne an die Anteilseigner fließen. Geplant ist ab dem Jahr 2027 eine jährliche Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen. Zusätzlich stabilisiert das Unternehmen seine Einnahmen abseits des schwankungsanfälligen Projektgeschäfts. So sicherte sich Nordex kürzlich neben einem neuen Turbinen-Auftrag in Hessen direkt einen margenstarken Premium-Wartungsvertrag über 20 Jahre, der für planbare, wiederkehrende Umsätze sorgt.

Die strategische Ausrichtung stimmt also, doch die Messlatte für weitere Kursgewinne liegt nach der jüngsten Rally deutlich höher. Für das laufende Jahr 2026 peilt Nordex ein Umsatzwachstum auf bis zu 9,0 Milliarden Euro bei einer Marge von 8 bis 11 Prozent an. Ob das Unternehmen diese ambitionierten Ziele im operativen Alltag umsetzen kann und die derzeitige Bewertung rechtfertigt, wird sich zeitnah zeigen: Am 27. April veröffentlicht der Windkraftbauer seinen Bericht zum ersten Quartal und liefert damit den nächsten harten Datenpunkt zur Geschäftsentwicklung.

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