Adidas liefert Rekordzahlen – und trotzdem dominiert plötzlich der Gegenwind. Nicht das Jahr 2025 ist das Problem, sondern der Blick nach vorn: Der Ergebnisausblick für 2026 fällt spürbar vorsichtiger aus als viele erwartet hatten. Wie viel davon ist echter Druck durch Zölle und Währung – und wie viel schlicht konservative Planung?

Rekordjahr 2025, aber Prognose enttäuscht

Operativ lief 2025 stark: Adidas steigerte den Umsatz auf 24,8 Mrd. Euro (+13% währungsbereinigt). Das Betriebsergebnis sprang um 54% auf 2,06 Mrd. Euro, der Nettogewinn legte um 75% auf 1,34 Mrd. Euro zu. Auch das vierte Quartal zeigte Rückenwind: 6,1 Mrd. Euro Umsatz (+11% währungsbereinigt) und ein verdoppeltes Betriebsergebnis von 164 Mio. Euro.

An der Börse zählte am Ende aber vor allem die Frage, was 2026 drin ist. Das Unternehmen peilt für 2026 ein Betriebsergebnis von rund 2,3 Mrd. Euro an – im Quelltext wird das als klar unter den Erwartungen beschrieben. Entsprechend blieb die Aktie unter Druck: Heute schloss sie bei 142,75 Euro und liegt damit in den vergangenen 7 Tagen mit -9,82% deutlich im Minus.

Zölle und Dollar drücken auf 2026

Adidas verweist auf Belastungen von rund 400 Mio. Euro aus US-Importzöllen und ungünstigen Währungseffekten. Das trifft einen Konzern, der viel in Asien fertigen lässt und in westliche Kernmärkte importiert. Besonders sichtbar wird der Währungseffekt in Nordamerika: In lokaler Rechnung wuchs der Umsatz zwar um 10%, in Euro gemessen ging er wegen des schwächeren Dollars jedoch um 1% zurück.

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Auch charttechnisch spiegelt sich der Gegenwind: Der Kurs notiert nur knapp über dem 52‑Wochen‑Tief bei 141,60 Euro und zugleich klar unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt (172,42 Euro). Das signalisiert: Der Markt traut der kurzfristigen Story aktuell nicht über den Weg.

CEO bis 2030, Dividende rauf, Rückkauf läuft

Unterdessen setzt der Aufsichtsrat auf Kontinuität und verlängerte den Vertrag von CEO Björn Gulden bis Ende 2030. Zusätzlich will Adidas die Dividende für 2025 um 40% auf 2,80 Euro je Aktie anheben. Bereits im Januar wurde außerdem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1 Mrd. Euro angekündigt.

Gleichzeitig bleibt der Konzern beim mittelfristigen Bild optimistischer: Für 2027 und 2028 stellt Adidas währungsbereinigt ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Das Betriebsergebnis soll von 2026 bis 2028 jährlich im mittleren Zehner-Prozentbereich wachsen. Als Impuls nennt das Unternehmen unter anderem die Fußball-WM 2026 in Nordamerika.

Unterm Strich ist die Lage klar zweigeteilt: 2025 war stark, 2026 wird laut Management durch Zölle und Währungseffekte spürbar ausgebremst. Nach dem Rücksetzer bewegt sich die Aktie mit 142,75 Euro nahe dem Jahrestief – und der Markt wird vor allem daran messen, ob Adidas die angekündigten Belastungen von rund 400 Mio. Euro im laufenden Jahr operativ auffangen kann.

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