Adidas Aktie: Ausblick bremst
Ein Rekordjahr in der Tasche – und trotzdem rutscht die Stimmung. Adidas hat für 2025 starke Zahlen vorgelegt, doch der Blick auf 2026 fällt spürbar vorsichtiger aus. Genau diese Lücke zwischen Rückspiegel und Frontscheibe hat den Markt zuletzt kalt erwischt.
Der Konzern stellt für 2026 ein Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro in Aussicht. Als Bremsklötze nennt Adidas US-Zölle sowie ungünstige Währungseffekte – zusammen mit einer erwarteten Belastung von etwa 400 Millionen Euro. Im Vergleich dazu lagen die Erwartungen am Markt höher: Im Quelltext ist von 2,7 Milliarden Euro die Rede, also rund 400 Millionen Euro mehr.
2025 war stark – doch 2026 zählt
2025 lief operativ rund: Adidas steigerte den währungsbereinigten Umsatz um 13% auf den Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge kletterte auf 51,6%, das Betriebsergebnis sprang um 54% auf 2,06 Milliarden Euro. Auch das Schlussquartal zeigte Wachstum, inklusive eines deutlich höheren Betriebsergebnisses.
Umso klarer ist das Signal der neuen Prognose: Externe Faktoren drücken stärker auf Ergebnis und Marge, als viele Anleger nach dem Rekordjahr eingepreist hatten. Das sieht man auch am Kursbild: Trotz des heutigen Plus von 1,77% auf 144,10 Euro liegt die Aktie in den letzten 7 Tagen -11,21% im Minus und notiert nur knapp über dem 52‑Wochen-Tief (141,60 Euro).
Zölle, Währung – und ein schwieriges Branchenklima
Adidas produziert große Teile von Schuhen und Bekleidung in Asien. US-Zölle treffen das Modell daher direkt, weil Waren in zentrale Absatzmärkte importiert werden. Dazu kommt der Währungsgegenwind, der internationale Ergebnisse in Euro umrechnen kann wie ein Gegenstrom auf offener See: Umsatz wächst, aber der Gewinn kommt nicht im gleichen Tempo nach.
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Auch das Umfeld bleibt anspruchsvoll. Im Quelltext wird auf Überangebot und veränderte Konsumpräferenzen in China verwiesen, was Margen in der Branche belastet. Zudem stecken Wettbewerber wie Puma und Nike ebenfalls in Umstrukturierungen.
Ausschüttungen und Führung: Stabilität als Gegengewicht
Gegen die schwächere 2026er-Guidance setzt Adidas aktionärsfreundliche Maßnahmen: Vorgeschlagen ist eine Dividende von 2,80 Euro je Aktie (plus 40%) sowie ein Aktienrückkaufprogramm bis zu 1 Milliarde Euro. Insgesamt sollen 2026 laut Plan bis zu 1,5 Milliarden Euro an Anteilseigner zurückfließen.
An der Spitze bleibt es ebenfalls planbar: CEO Björn Gulden erhält eine Vertragsverlängerung bis Ende 2030. Zudem soll Nassef Sawiris neuer Aufsichtsratsvorsitzender werden. Morgan Stanley verweist im Quelltext darauf, dass Adidas unter Gulden Prognosen bereits übertroffen habe – ein Punkt, der am Markt als Plus gewertet wird.
Unterm Strich bleibt der Konflikt klar: Starkes 2025 gegen gedämpften 2026er-Ausblick. Entscheidend wird sein, ob Adidas die genannten Belastungen (Zölle, Währungen) im Jahresverlauf so abfedern kann, dass der operative Pfad Richtung 2027/2028 – mit hohem einstelligen Umsatzwachstum und mittlerem zweistelligem EBIT-Wachstum über 2026 bis 2028 – glaubwürdig bleibt.
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