Auf dem aktuell laufenden Munich Space Summit präsentiert sich der Bremer Raumfahrtkonzern mit einem deutlich geschärften Profil. Nach dem definitiven Bekenntnis zum Börsenverbleib rückt nun die operative Neuausrichtung in den Fokus. Dabei kristallisiert sich der Übergang von Einzelmissionen zur Serienfertigung von Satelliten als entscheidender Wettbewerbsvorteil für anstehende Großprojekte heraus.

Der kürzlich gewonnene EPS-Sterna-Auftrag über 248 Millionen Euro für 20 Kleinsatelliten markiert diesen Wendepunkt. Mit einer auf drei Jahre komprimierten Entwicklungszeit beweist OHB seine Fähigkeit, Satellitenkonstellationen in Serie zu produzieren. Diese operative Stärke spiegelt sich bereits in den Rekordzahlen für 2025 wider. Der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Euro, während der feste Auftragsbestand ein historisches Hoch von 3,19 Milliarden Euro erreichte.

Gemeinsames Gebot für das Bundeswehr-Netzwerk

Diese neu gewonnene Expertise in der Konstellationsproduktion ist maßgeblich für das Projekt SATCOMBw 4. Für das geplante LEO-Kommunikationsnetzwerk der Bundeswehr strebt OHB laut jüngsten Berichten ein gemeinsames Angebot mit Airbus und Rheinmetall an. Das Gesamtvolumen des über 100 Satelliten umfassenden Auftrags wird auf acht bis zehn Milliarden Euro geschätzt.

Die Einbindung des Branchenriesen Airbus verringert zwar den prozentualen Arbeitsanteil der Bremer an dem Projekt, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit eines Zuschlags erheblich. Analysten von NuWays kalkulieren bei einem Erfolg mit einem Drittel des Volumens für OHB, was geschätzte 2,7 bis 3,3 Milliarden Euro in die Kassen spülen würde.

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Transparenz sichert Vertrauen

Flankiert wird diese operative Dynamik von einer klaren strategischen Entscheidung. CEO Marco Fuchs schloss ein Delisting trotz des Einstiegs der Investmentfirma KKR endgültig aus. Die fortgeführte Börsennotierung gewährleiste die nötige Transparenz, um das Vertrauen öffentlicher Auftraggeber zu stärken und den Zugang zu frischem Kapital zu sichern.

Das Analysehaus NuWays reagierte positiv auf das Gesamtpaket, bestätigte die Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 260 auf 272 Euro an. Für das laufende Jahr peilt das Management eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von rund elf Prozent an. Den nächsten konkreten Beleg für die operative Umsetzung dieser Ziele liefert OHB am 7. Mai 2026 mit der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal.

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