ABO WIND AG Aktie: Ungebrochene Unsicherheit?
Der Wiesbadener Windpark-Projektierer ABO Energy kämpft mit der schwersten Krise seiner knapp 30-jährigen Geschichte. Nach einem erwarteten Jahresverlust von 170 Millionen Euro für 2025 – dem ersten Minus überhaupt – haben die Gläubiger dem Unternehmen nun Zeit für ein Sanierungskonzept eingeräumt. Eine Stillhaltevereinbarung sichert den Handlungsspielraum, doch die Anleihegläubiger müssen noch zustimmen.
Die wichtigsten Fakten:
- Jahresfehlbetrag 2025: rund 170 Millionen Euro (vormals -95 Mio. Euro erwartet)
- Konzerngesamtleistung: etwa 230 Millionen Euro (vormals 250 Mio. Euro prognostiziert)
- Stillhaltevereinbarung seit 23. Januar 2026
- Anleihegläubiger-Abstimmung: 10. bis 12. Februar 2026
Mehrfache Prognosesenkung verschärft Lage
Am 15. Januar korrigierte die Geschäftsführung die Jahresprognose erneut deutlich nach unten. Statt der zuvor erwarteten 95 Millionen Euro Verlust rechnet ABO Energy nun mit einem Fehlbetrag von 170 Millionen Euro. Die Gründe: Überzeichnete Wind-an-Land-Auktionen in Deutschland drückten die Einspeisevergütungen massiv. Wesentliche Windprojekte verschoben sich ins Geschäftsjahr 2026. Hinzu kommen erhebliche Sonderabschreibungen, weil die Erwartungen an künftige Zuschlagsniveaus gesunken sind.
Auch international lief es nicht rund. Negative Entwicklungen in Spanien, Finnland, Griechenland und Ungarn belasteten zusätzlich. Die Konzerngesamtleistung wird mit etwa 230 Millionen Euro deutlich unter der ursprünglichen Prognose von 250 Millionen Euro liegen.
Gläubiger gewähren Zeit für Restrukturierung
Die Finanzpartner haben am 23. Januar einer Stillhaltevereinbarung zugestimmt. Sie verzichten vorerst darauf, Rechte aus möglichen Kündigungsgründen geltend zu machen. Das verschafft ABO Energy Luft zur Entwicklung eines tragfähigen Sanierungsplans. Für die operative Umsetzung holte das Unternehmen Hübner Management an Bord. Ein CRO-Team unter Leitung von Britta Hübner steuert den Transformationsprozess.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ABO WIND AG?
Anleihegläubiger müssen Verzicht leisten
Ohne die Unterstützung der Anleihegläubiger funktioniert das Sanierungskonzept nicht. ABO Energy plant eine Abstimmung ohne Versammlung, bei der die Inhaber der Unternehmensanleihe 2024/2029 unter anderem auf die Negativverpflichtungsklausel verzichten sollen. Nur so kann das Unternehmen Sicherheiten für Zwischenfinanzierungen laufender Projekte stellen.
Am 5. Februar findet eine digitale Informationsveranstaltung für Anleihegläubiger statt. Die eigentliche Abstimmung ist vom 10. bis 12. Februar angesetzt. Ob die Gläubiger zustimmen, ist offen – aber entscheidend für den weiteren Weg.
Projektpipeline als Hoffnungsträger
Trotz der finanziellen Schieflage verweist die Geschäftsführung auf das Projektportfolio. Die Pipeline umfasst Wind-, Solar- und Batterieprojekte mit einer Gesamtkapazität von rund 30 Gigawatt. Mehr als ein Drittel davon entfällt auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich. Ob diese Substanz ausreicht, um das Vertrauen der Gläubiger und des Kapitalmarkts zurückzugewinnen, zeigt sich in den kommenden Wochen.
ABO WIND AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ABO WIND AG-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:
Die neusten ABO WIND AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ABO WIND AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ABO WIND AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








