Vor Kurzem kündigte der teilstaatliche Versorger EVN an, die Strompreise ab April deutlich senken zu wollen. Im Schnitt sollen Verbraucher dann nur noch etwa zehn Cent je kWh zahlen. Das klingt nach einer guten Nachricht für die Verbraucherinnen und Verbraucher, doch es gibt auch Kritik am Vorhaben, wie bei "MeinBezirk" zu lesen ist.

Franz Schnabl von der SPÖ etwa echauffierte sich im Niederösterreichischen Landtag darüber, dass die Preissenkungen erst zu spät kämen. Da jene erst nach der Heizperiode kommen, gebe es vielleicht den Hintergedanken, dass man sich "vorher noch ein bisserl die Tascherl füllt". Dem entgegnete allerdings der ÖVP-Abgeordnete Josef Edlinger, dass die EVN ohnehin nur auf dem Papier Gewinne erzielen würde.

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EVN: Investitionen fressen Gewinne auf

Zwar habe EVN einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro einfahren können, im gleichen Zeitraum aber auch 2,4 Milliarden Euro in Investitionen gesteckt. Es bleibe daher eine Finanzlücke von einer Milliarde Euro. Das scheint tatsächlich nicht die gesündeste Basis zu sein, um schnelle Preissenkungen auf den Weg bringen zu können, wenngleich die Energiepreise an sich im vergangenen Jahr spürbar zurückgegangen sind.

Das Endkundengeschäft von EVN in Niederösterreich war zuletzt tatsächlich defizitär, was durch Erfolge in anderen Sparten ausgeglichen werden konnte. Rund die Hälfte ihrer Gewinne erzielt die Gesellschaft in Südosteuropa. Ein nicht geringer Anteil der restlichen Gewinne kommt aus den Bereichen Internet und Wasserversorgung. Das wird das Unternehmen vor weiterer Kritik kaum schützen, gibt den Verantwortlichen aber zumindest überzeugende Argumente in Auseinandersetzungen an die Hand.

Schlechte Zeiten für Anleger?

Während einige Vertreter aus der Politik und Verbraucher auf eine spürbare Entlastung hoffen, scheinen Preissenkungen an der Börse weniger gut anzukommen. Seit Mitte vergangener Woche kämpft die EVN-Aktie mit dezentem Gegenwind. Heute ging es bis zum frühen Nachmittag um weitere 1,6 Prozent auf 28,05 Euro abwärts. Der Chart bleibt dennoch freundlich und solange die Nachfrage in wichtigen Bereichen sich weiter positiv entwickelt, müssen Anleger die angekündigten Preissenkungen noch nicht fürchten.

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