ABO Energy Aktie: Sanierung startet
Atempause für den Projektentwickler aus Wiesbaden: ABO Energy hat sich Ende Januar mit seinen Bankgläubigern auf eine Stillhaltevereinbarung geeinigt. Damit ist der Weg frei für ein umfassendes Sanierungsverfahren, das dringend nötig ist. Denn im Hintergrund klafft ein Loch von rund 170 Millionen Euro – der erste Jahresfehlbetrag in der Unternehmensgeschichte.
Banken halten still
Die unmittelbare Liquiditätsgefahr scheint vorerst gebannt. Wie das Unternehmen bestätigte, verzichten wesentliche Finanzpartner auf ihre Kündigungsrechte. Diese Stillhaltevereinbarung verschafft dem Management die notwendige Zeit, um einen tragfähigen Plan für die finanzielle Neuaufstellung zu entwickeln, ohne dass Kündigungen der Kreditlinien drohen.
Ursachen des Einbruchs
Auslöser der Krise ist eine fatale Kombination aus schwierigen Marktbedingungen und internen Verzögerungen. ABO Energy nennt vier Hauptgründe für den historischen Verlust im Geschäftsjahr 2025:
- Preisverfall: Überzeichnete Wind-Auktionen drückten die Einspeisevergütungen massiv.
- Abschreibungen: Gesunkene Gewinnerwartungen zwangen zu hohen Wertberichtigungen auf Projekte.
- Verzögerungen: Wichtige Vorhaben verschoben sich in das Jahr 2026.
- Margendruck: Die Profitabilität litt unter gesunkenen Entwicklermargen.
Das Resultat ist verheerend: Bei einer Konzerngesamtleistung von voraussichtlich nur 230 Millionen Euro wird ein Verlust von 170 Millionen Euro erwartet.
Harter Sparkurs und Personalabbau
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Um das Unternehmen zu stabilisieren, holt sich die Geschäftsführung externe Expertise. Ein spezialisiertes CRO-Team (Chief Restructuring Officer) unter der Leitung von Hübner Management begleitet den Prozess. Geschäftsführer Alexander Reinicke kündigte bereits an, dass der Sanierungsplan voraussichtlich auch einen Personalabbau beinhalten wird.
Parallel dazu müssen auch die Anleihegläubiger einen Beitrag leisten. Geplant ist eine Abstimmung, um auf bestimmte Schutzklauseln der Anleihe 2024/2029 zu verzichten. Dies soll dem Unternehmen ermöglichen, Sicherheiten für notwendige Zwischenfinanzierungen zu stellen.
Substanz in der Pipeline
Trotz der finanziellen Schieflage verweist das Management auf das operative Potenzial. Die Projekt-Pipeline ist mit rund 30 Gigawatt an Wind-, Solar- und Speicherprojekten prall gefüllt. Über ein Drittel dieser Kapazitäten entfällt auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich, was als Fundament für eine mögliche Erholung dient.
Die Fakten im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Prognose Verlust 2025 | ca. 170 Mio. Euro |
| Gesamtleistung 2025 | ca. 230 Mio. Euro |
| Projekt-Pipeline | ca. 30 GW |
| Nächster Termin | 05. Februar 2026 (Anleihe-Info) |
Die nächsten Tage sind entscheidend für den weiteren Fahrplan. Bis Mitte Februar soll der Entwurf des Sanierungsberichts vorliegen, der die Basis für die Verhandlungen mit den Finanzierern bildet. Für investierte Anleihegläubiger wird es bereits am kommenden Donnerstag, den 5. Februar 2026, konkret: In einer digitalen Informationsveranstaltung will das Management die Details der geforderten Zugeständnisse erläutern.
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