Für ABO Energy geht es am kommenden Montag um die finanzielle Zukunft. Nach einem gescheiterten ersten Anlauf müssen die Anleihegläubiger nun dringend den Weg für eine umfassende Restrukturierung freimachen. Im Rücken hat das Management den ersten Jahresverlust der Firmengeschichte und einen seit Jahresbeginn halbierten Börsenwert.

Zweiter Anlauf mit niedrigerer Hürde

Am 9. März entscheidet sich in Wiesbaden, ob das Unternehmen seine Finanzierungsbedingungen lockern kann. Der erste Versuch im Februar scheiterte an der zu geringen Präsenz der Gläubiger. Für die anstehende Abstimmung reicht nun eine Anwesenheit von 25 Prozent des ausstehenden Anleihekapitals, um beschlussfähig zu sein.

Das Ziel der Geschäftsführung ist klar definiert: Die Gläubiger sollen auf Kündigungsrechte verzichten und die sogenannte Negativverpflichtung aufheben. Letzteres würde dem Konzern ermöglichen, neue Kredite aufzunehmen und Sicherheiten zu stellen, die aktuell vertraglich blockiert sind. Eine seit dem 23. Januar bestehende Stillhaltevereinbarung mit wichtigen Finanzierern verschafft derzeit lediglich eine Atempause bis Ende Mai.

Historisches Minus belastet

Der Druck auf das Management ist enorm. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet ABO Energy einen Fehlbetrag von rund 170 Millionen Euro – das erste Minus in der knapp 30-jährigen Unternehmensgeschichte. Noch im November war lediglich von knapp 100 Millionen Euro Verlust die Rede, bevor im Januar eine drastische Korrektur folgte.

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Verantwortlich für die Schieflage sind vor allem Probleme im deutschen Heimatmarkt, wo überzeichnete Auktionen die Margen erodieren ließen. Hinzu kommen Projektverzögerungen und Schwierigkeiten in Auslandsmärkten wie Spanien und Finnland, die Wertberichtigungen von 35 Millionen Euro erforderlich machten.

Markt reagiert mit Misstrauen

An der Börse spiegelt sich die existenzielle Unsicherheit deutlich wider. Die Aktie markierte im Februar ein Tief bei 4,25 Euro und verlor seit Jahresbeginn über 50 Prozent an Wert. Noch alarmierender ist der Kurs der Anleihe 2024, der nur noch bei etwa 16 Prozent des Nennwerts notiert – ein klares Signal für die Skepsis der Investoren hinsichtlich der Rückzahlungswahrscheinlichkeit.

Trotz der Krise meldete das Unternehmen zuletzt operative Fortschritte, darunter Zuschläge für Solarparks mit insgesamt 50 Megawatt Leistung und Projektverkäufe in Frankreich zur Liquiditätsgenerierung. Die Pipeline ist mit 30 Gigawatt weiterhin gefüllt.

Das Management hält an dem Plan fest, bereits im laufenden Jahr 2026 in die Gewinnzone zurückzukehren. Voraussetzung dafür ist jedoch die Zustimmung der Gläubiger am Montag. Die detaillierte Bilanz des Verlustjahres 2025 wird am 22. Juni veröffentlicht.

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