E.ON hat die zweimillionste Erneuerbare-Energien-Anlage an sein deutsches Verteilnetz angeschlossen. Was nach einer reinen Formalität klingt, offenbart bei näherer Betrachtung das enorme Tempo der Energiewende – und die zentrale Rolle des Essener Konzerns dabei. Die zweite Million schaffte E.ON in zweieinhalb Jahren. Für die erste Million brauchte der Versorger noch über 15 Jahre.

Alle zwei Minuten ein neuer Anschluss

Die Zahlen dokumentieren eine fundamentale Beschleunigung: Aktuell geht im Durchschnitt alle zwei Minuten eine neue Anlage im E.ON-Netz ans Netz. Die Jubiläumsanlage gehört zum Windpark eines Betreibers bei Ahlum und ist über die Konzerntochter Avacon angebunden. Die Gesamtkapazität der angeschlossenen Anlagen summiert sich mittlerweile auf rund 110 Gigawatt – mehr als die reguläre Spitzenlast im gesamten deutschen Stromnetz von etwa 80 Gigawatt.

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Besonders bemerkenswert: Obwohl E.ON nur etwa ein Drittel der deutschen Stromnetzlänge betreibt, laufen 70 Prozent aller Onshore-Windparks und knapp 50 Prozent der Photovoltaik-Anlagen über das Konzernnetz. Um dieses Arbeitsvolumen zu bewältigen, stellte das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren rund 6.000 zusätzliche Mitarbeiter für das Netzsegment ein. Allein in den letzten zwei Jahren flossen knapp zehn Milliarden Euro in die deutsche Netzinfrastruktur.

Digitale Prozesse als Beschleuniger

Ein Schlüsselfaktor für das hohe Tempo sind digitale Self-Service-Portale. Projektierer von Wind- und Solarparks mit bis zu 100 Megawatt Einspeiseleistung können binnen Sekunden eine initiale Prüfung für ihren gewünschten Netzverknüpfungspunkt durchführen. Diese Automatisierung reduziert Bearbeitungszeiten erheblich und ermöglicht es E.ON, das wachsende Volumen an Anschlussbegehren zeitnah abzuarbeiten.

40 Milliarden Euro für die Netzinfrastruktur

Der beschleunigte Netzausbau bildet den Kern der Konzernstrategie. Ende Februar legte E.ON seinen angepassten Geschäftsplan vor: Von insgesamt 48 Milliarden Euro Investitionen bis 2030 sind exakt 40 Milliarden für Ausbau und Modernisierung der Energienetze vorgesehen. Das Management strebt für 2030 einen bereinigten Konzernüberschuss von 3,8 Milliarden Euro an – nach rund drei Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025.

Die strukturelle Nachfrage nach Netzkapazitäten steigt weiter: dezentraler Ausbau erneuerbarer Energien, zunehmende Elektromobilität und der Aufbau energieintensiver Rechenzentren treiben die Entwicklung. Die Aktie notiert bei 18,94 Euro und liegt damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 16,22 Euro.

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