Die Schaufeln sind im Boden, die Bohrer drehen sich – und die Analysten rechnen neu. Vulcan Energy hat mit dem Bau seines Lithium-Projekts Lionheart in Deutschland begonnen. Was das für die Risikobewertung und die Kursziele bedeutet.

Vom Plan zur Baustelle

Der Übergang von der Planung zur physischen Umsetzung verändert die Perspektive auf Vulcan Energy grundlegend. Seit Dezember haben Analysten ihre durchschnittlichen Kursziele um über 60 Prozent angehoben – nicht wegen kurzfristiger Markteuphorie, sondern aufgrund einer Neubewertung des Risikoprofils.

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Die Finanzierung steht: 2,2 Milliarden Euro haben 13 Banken zugesagt, darunter die Europäische Investitionsbank, die KfW und Siemens Financial Services. Im Oberrheingraben laufen die Bohrarbeiten, eine zweite Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte folgen. CEO Cris Moreno bezeichnet den Start der geothermischen Bohrungen in Landau als Meilenstein für den Zeitplan.

Bohrloch übertrifft Erwartungen

Erste Testergebnisse des Bohrlochs LSC-1b zeigen einen Produktivitätsindex zwischen 2,1 und 2,5 Litern pro Sekunde pro Bar, bei Durchflussraten von 105 bis 125 Litern pro Sekunde. Das liegt deutlich über den ursprünglich geplanten 84 bis 94 Litern pro Sekunde.

Die erste Phase zielt auf 24.000 Tonnen batteriefähiges Lithiumhydroxid pro Jahr ab. Daneben soll der geothermische Ansatz rund 275 Gigawattstunden erneuerbaren Strom und bis zu 560 Gigawattstunden Wärmeenergie liefern. Die kommerzielle Lithiumproduktion ist für 2028 geplant.

Langfristige Abnahmeverträge mit Stellantis, LG Corp, Umicore und Glencore sind unterzeichnet. Allein der Glencore-Deal umfasst bis zu 44.000 Tonnen über acht Jahre. Etwa 72 Prozent der vertraglich gebundenen Mengen für das erste Jahrzehnt sind durch Fest- oder Mindestpreise abgesichert – laut Unternehmen deutlich über den aktuellen Spotmarktpreisen.

Institutionelle Investoren bewegen sich

Van Eck Associates hat seinen Anteil aufgestockt und im Januar die Meldeschwelle von fünf Prozent überschritten. Die Stimmrechte liegen nun bei 5,04 Prozent, hochgerechnet rund 24,1 Millionen Aktien. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl institutioneller Investoren im letzten Quartal um knapp 28 Prozent auf 26.

Markt bleibt skeptisch

Trotz Projektfortschritt steht die Aktie unter Druck. Nach der anfänglichen Euphorie über die gesicherte Finanzierung richtet sich der Fokus nun auf Ausführungsrisiken: Kostenkontrolle, Zeitpläne, zusätzlicher Kapitalbedarf. Das Management hat angedeutet, dass für die volle Produktionskapazität weitere Mittel nötig sein könnten – Verwässerung oder Teilverkäufe sind denkbar.

Am 24. März folgt das Business-Update, am 30. März der Jahresbericht. Investoren dürften vor allem auf konkrete Zahlen zu Baufortschritt und Cashflow achten. Die zentrale Frage hat sich verschoben: Nicht mehr „Wird es finanziert?", sondern „Wird es im Zeit- und Kostenrahmen gebaut?"

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