Die Restrukturierung von ABO Energy geht in die heiße Phase. Nach einer gescheiterten Quorumsabstimmung steht nun die entscheidende Gläubigerversammlung bevor – während das Unternehmen parallel neue Solarprojekte an Land zieht.

Die wichtigsten Punkte:

  • Erste Anleihe-Abstimmung verfehlte Quorum trotz Mehrheit
  • Gläubigerversammlung am 9. März mit reduziertem Quorum
  • Neue Solarprojekt-Zuschläge über 50 MW gesichert
  • Restrukturierung nach erstmaligem Jahresverlust 2025

Quorum verfehlt – zweiter Anlauf folgt

Bei der ersten Abstimmung zur Änderung der Anleihebedingungen erreichte ABO Energy zwar die nötige Stimmenmehrheit, doch nur 38 Prozent der Gläubiger beteiligten sich. Das erforderliche Quorum von 50 Prozent wurde damit verfehlt.

Die Konsequenz: Am 9. März findet in Wiesbaden eine Präsenz-Gläubigerversammlung statt. Der entscheidende Unterschied: Diesmal genügen 25 Prozent Beteiligung für einen rechtsgültigen Beschluss. CFO Alexander Reinicke wertet das Abstimmungsergebnis dennoch als positives Signal – die teilnehmenden Gläubiger hätten die Notwendigkeit der Restrukturierung erkannt.

Weitreichende Änderungen geplant

Die vorgeschlagenen Anpassungen haben es in sich. ABO Energy möchte die sogenannte Negativverpflichtung streichen, die dem Unternehmen aktuell neue Garantien und Darlehen verbietet. Zudem sollen bestimmte Kündigungsrechte der Gläubiger bis Ende Mai ausgesetzt werden – entscheidende Erleichterungen für die Sanierung.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ABO WIND AG?

Ein gemeinsamer Vertreter soll künftig die Interessen der Anleihegläubiger bündeln und koordinieren.

Operative Erfolge trotz Krise

Während die Finanzseite unter Druck steht, läuft das operative Geschäft: In der jüngsten Bundesnetzagentur-Ausschreibung sicherte sich ABO Energy Zuschläge für drei Solarparks mit insgesamt rund 50 Megawatt Leistung. Die Projekte in Schlangenbad, Ober-Olm und Schieder-Schwalenberg sollen ab Herbst 2026 gebaut und später mit Batteriespeichern ergänzt werden.

Damit war das Unternehmen 2025 in allen drei Solar-Ausschreibungsrunden erfolgreich – insgesamt 107 Megawatt aus acht Projekten. Ein Zeichen dafür, dass die Projektpipeline von 30 Gigawatt weiterhin Wert generiert.

Was am 9. März auf dem Spiel steht

Die Gläubigerversammlung wird zeigen, ob ABO Energy den nötigen Spielraum für die Restrukturierung erhält. Mit dem reduzierten Quorum von 25 Prozent sind die Chancen deutlich gestiegen. Sollte die Abstimmung scheitern, dürfte der Handlungsspielraum des Unternehmens erheblich eingeschränkt bleiben – mit ungewissem Ausgang für Anleger und Projektpartner.

Anzeige

ABO WIND AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ABO WIND AG-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:

Die neusten ABO WIND AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ABO WIND AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ABO WIND AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...