ABO WIND AG Aktie: Ernste Vorzeichen?
Die Sanierung von ABO Energy nimmt dramatische Züge an. Die Aktie des Wiesbadener Windparkentwicklers stürzte am 13. Februar auf ein neues historisches Tief von 4,59 Euro – während gleichzeitig die Anleihegläubiger über die Zukunft des Unternehmens abstimmen. Das Ergebnis dieser entscheidenden Abstimmung steht noch aus.
Mit einem Schlusskurs von 4,69 Euro hat das Papier innerhalb von zwölf Monaten mehr als 85 Prozent an Wert verloren. Im Februar 2023 notierte die Aktie noch bei über 95 Euro.
Gläubiger entscheiden über Sanierungsspielraum
Vom 10. bis 12. Februar stimmten die Gläubiger der Unternehmensanleihe 2024/2029 über zentrale Änderungen ab. Im Kern geht es um den Verzicht auf die Negativverpflichtungsklausel. Diese Klausel verhindert bislang, dass ABO Energy Vermögenswerte als Sicherheiten für neue Kredite nutzt, ohne die Anleihegläubiger gleichrangig abzusichern.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Erwarteter Jahresfehlbetrag 2025: rund 170 Millionen Euro
- Erster Verlust in der fast 30-jährigen Unternehmensgeschichte
- Stillhaltevereinbarung mit Banken seit 23. Januar 2026
- Projektpipeline: circa 30 Gigawatt an Wind-, Solar- und Batterieprojekten
- Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses: 19. Februar 2026
Ohne die Zustimmung der Gläubiger kann ABO Energy nach eigenen Angaben keine Sicherheiten für dringend benötigte Zwischenfinanzierungen laufender Projekte bestellen. Das konkrete Abstimmungsergebnis wird erst am 19. Februar veröffentlicht.
Was hinter der Krise steckt
Die Schieflage hat mehrere Ursachen: Überzeichnete Wind-an-Land-Auktionen in Deutschland führten zu deutlich reduzierten Einspeisevergütungen. Das Unternehmen musste erhebliche Sonderabschreibungen vornehmen, da die Erwartungen an künftige Zuschlagsniveaus gesunken sind.
Hinzu kommen negative Entwicklungen in internationalen Märkten wie Spanien, Finnland, Griechenland und Ungarn sowie Projektverschiebungen ins Geschäftsjahr 2026.
Bereits am 23. Januar schloss ABO Energy eine Stillhaltevereinbarung mit den Gläubigern wesentlicher Finanzierungen ab – darunter Konsortialkredite, bilaterale Darlehen und Schuldscheindarlehen. Die Finanzpartner gewähren dem Unternehmen damit Zeit für die Ausarbeitung eines tragfähigen Sanierungskonzepts.
Management setzt auf Transformation
Das Effizienz- und Transformationsprogramm soll bereits im Geschäftsjahr 2026 wieder zu einem positiven Konzernergebnis führen. Teil der Strategie ist die Umstellung auf ein Betreibermodell als Independent Power Producer. Für die operative Umsetzung wurde Hübner Management als CRO-Team eingebunden.
Trotz der angespannten Finanzlage verweist das Unternehmen auf seine umfangreiche Projektpipeline mit einer Gesamtkapazität von rund 30 Gigawatt. Mehr als ein Drittel dieser Kapazität entfällt auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich. Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025 ist für den 22. Juni 2026 geplant, die Hauptversammlung für den 13. August 2026.
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