Leerverkäufer verdienen Milliarden auf Kosten von Xiaomi — und gleichzeitig kursieren Berichte über mögliche Partnerschaften, die den Konzern als Elektrofahrzeug-Player in Europa etablieren könnten. Das Unternehmen steckt in einem echten Widerspruch: starke EV-Zahlen, aber strukturelle Belastungen auf mehreren Fronten.

Short-Seller profitieren, Aktie unter Druck

Seit dem September-Hoch hat Xiaomis Hongkonger Aktie rund 44 Prozent verloren — und damit den größten negativen Beitrag im Hang Seng Tech Index in diesem Zeitraum geliefert. Leerverkäufer strichen laut S3 Partners LLC Buchgewinne von 1,8 Milliarden US-Dollar ein.

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Der Kursdruck hat konkrete Ursachen. Speicherpreise sind im laufenden Quartal laut Counterpoint Research um 80 bis 90 Prozent gestiegen. Xiaomi hielt die Preise für seine Flaggschiff-Smartphones bislang stabil — ein Schritt, der Marktanteile schützt, aber die Margen belastet. Anders als Apple oder Samsung fehlt dem Unternehmen eine gefestigte Premium-Kundenbasis, die Preiserhöhungen einfach absorbiert.

Hinzu kommen regulatorische Probleme in Indien. Die Behörden werfen Xiaomi Zollhinterziehung bei Royalty-Zahlungen vor. Eine vorläufige Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte sich durch Strafen und Zinsen auf über 150 Millionen ausweiten. Rund 610 Millionen Dollar an Unternehmensvermögen sind im Land eingefroren.

Stellantis-Gespräche und EV-Ambitionen in Europa

Auf der anderen Seite sorgen Berichte über mögliche Deals mit Stellantis für Bewegung. Der Fiat-Mutterkonzern soll Gespräche mit Xiaomi und Xpeng geführt haben — es geht dabei um Beteiligungen an europäischen Marken wie Maserati sowie Zugang zu Produktionskapazitäten auf dem Kontinent. Für Xiaomi wäre das strategisch bedeutsam: Das Unternehmen produziert bislang ausschließlich in China. Der Kauf eines bestehenden Stellantis-Werks könnte einen schnelleren Einstieg in die EU-Fertigung ermöglichen als ein Fabrikneubau.

Bislang wurde keine Vereinbarung finalisiert. Nach Bekanntwerden der Berichte legte die Aktie kurzfristig rund zwei Prozent zu.

Rückkäufe, Roboter und der EV-Gewinn

Um dem Kursdruck entgegenzuwirken, hat Xiaomi zuletzt aggressiv eigene Aktien zurückgekauft — allein im Dezember 2025 für über 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar, gefolgt von einem weiteren Programm über bis zu 2,5 Milliarden HKD im Januar 2026.

Das EV-Geschäft liefert unterdessen erste Profitabilitätsbeweise. Im dritten Quartal 2025 erzielte die kombinierte EV- und KI-Sparte erstmals einen operativen Quartalsgewinn von 700 Millionen Renminbi. Für 2026 plant das Unternehmen 550.000 Fahrzeugauslieferungen — ein Anstieg von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf dem Mobile World Congress präsentierte Xiaomi zudem zwei selbst entwickelte humanoide Roboter, die drei Stunden autonom im eigenen EV-Werk operierten.

Am 24. März 2026 tagt der Vorstand, um die Jahresergebnisse für 2025 zu prüfen. Die Zahlen werden zeigen, ob Xiaomis Investitionen in EVs, Halbleiter und KI die Margen-Belastungen durch steigende Komponentenkosten und den chinesischen EV-Preiskampf bereits kompensieren können — und ob die Aktie, die seit Jahresbeginn rund 17 Prozent verloren hat, einen neuen Boden gefunden hat.

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