Rekordquartal, Milliarden-Investitionen, und ab Montag die wichtigste Entwicklerkonferenz des Jahres: Nvidia steuert auf eine ereignisreiche Woche zu. Die GTC 2026 in San Jose könnte für den KI-Chiphersteller zum nächsten großen Katalysator werden.

Rekordzahlen als Ausgangspunkt

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 hat die Messlatte hoch gelegt. Im vierten Quartal erzielte Nvidia einen Umsatz von 68,1 Milliarden Dollar — ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr summierte sich der Umsatz auf 215,9 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 65 Prozent. Besonders das Rechenzentrum-Geschäft trieb das Wachstum: Der Segmentumsatz kletterte auf 193,7 Milliarden Dollar, ein weiteres Plus von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet das Management einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar. China-Geschäft im Rechenzentrumsbereich ist in dieser Prognose bewusst nicht eingerechnet — ein Hinweis auf die anhaltende Unsicherheit durch US-Exportbeschränkungen.

Was Jensen Huang am Montag ankündigen dürfte

CEO Jensen Huang spricht am 16. März vor rund 30.000 Teilnehmern in San Jose. Erwartet werden Ankündigungen auf mehreren Ebenen: Auf der Softwareseite kursieren Berichte über eine Open-Source-Plattform für KI-Agenten unter dem Namen NemoClaw, die Unternehmen den Aufbau autonomer, mehrstufiger Prozesse ermöglichen soll. Auf der Hardwareseite soll ein neuer Chip für KI-Inferenz vorgestellt werden — also für die Anwendung trainierter Modelle in der Praxis, was als einer der verbleibenden Engpässe bei der breiten Skalierung von KI gilt.

Zudem werden weitere Details zur kommenden Vera-Rubin-Plattform erwartet, ebenso wie erste Informationen zur Vera-Ultra-Variante für die zweite Jahreshälfte 2027 und zum Feynman-GPU, der für 2028 geplant ist.

Investitionen in die KI-Infrastruktur

Kurz vor der Konferenz machte Nvidia mit zwei strategischen Investments auf sich aufmerksam. Zwei Milliarden Dollar fließen in Nebius Group, einen Neocloud-Betreiber, mit dem gemeinsam bis 2030 fünf Gigawatt Rechenzentrumskapazität aufgebaut werden sollen. Weitere zwei Milliarden Dollar investiert Nvidia in Coherent, einen Spezialisten für Silizium-Photonik und optische Verbindungstechnologien — jene Infrastruktur, die Daten zwischen KI-Chips mit der nötigen Geschwindigkeit transportiert.

Beide Deals passen zu einem Muster, das sich bei Nvidia zunehmend abzeichnet: Der Konzern baut nicht nur Chips, sondern positioniert sich als Investor und Partner entlang der gesamten KI-Infrastrukturkette — von Rechenzentren über Software bis zu Netzwerktechnologie.

Starke Marktstellung, volle Agenda

Mit einem Marktanteil von rund 90 Prozent im KI-Beschleuniger-Segment geht Nvidia mit einer komfortablen Ausgangsposition in die GTC-Woche. Die Aktie notiert aktuell bei rund 158 Euro und damit noch deutlich unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 179,62 Euro vom November 2025.

Ob die Konferenz-Ankündigungen ausreichen, um diesen Abstand zu schließen, hängt maßgeblich davon ab, wie konkret Huang am Montag auf die nächste Produktgeneration eingeht — und ob NemoClaw tatsächlich das Potenzial hat, Nvidias Software-Ambitionen im Unternehmensbereich zu untermauern.

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