Xiaomi Aktie: Schwierigkeiten hausgemacht?
Der chinesische Technologiekonzern kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig. Während ein eskalierender Steuerstreit in Indien und der harte Preiskampf am Markt für Elektroautos die Margen belasten, zieht nun auch Goldman Sachs Konsequenzen. Mit einem aggressiven Aktienrückkaufprogramm und dem Einsatz von humanoiden Robotern in der Fertigung stemmt sich das Management gegen die negative Stimmung.
Steuerstreit und Margendruck
Die US-Investmentbank sieht zwei zentrale Belastungsfaktoren für das Unternehmen: steigende Vorleistungskosten und das Auslaufen staatlicher E-Auto-Subventionen in China. Als Resultat senkte Goldman Sachs die Prognosen für den bereinigten Nettogewinn der Jahre 2025 bis 2027 um bis zu 24 Prozent. Das Kursziel fällt von 47,50 auf 41 Hongkong-Dollar, die Kaufempfehlung bleibt jedoch bestehen.
Abseits der Analystenschätzungen bereitet das operative Geschäft in Indien Sorgen. Dort werfen die Behörden dem Konzern Zollhinterziehung vor. Die ursprüngliche Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte sich durch Strafen verdoppeln, zudem bleiben rund 610 Millionen US-Dollar an Unternehmensvermögen eingefroren. Gleichzeitig drückt der anhaltende Preiskampf auf dem chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge branchenweit auf die Profitabilität. Das ambitionierte Ziel, im laufenden Jahr 550.000 Fahrzeuge auszuliefern, nahmen Investoren daher verhalten auf. An der Börse hinterlässt dieses Umfeld deutliche Spuren. Seit Jahresbeginn hat das Papier 17,15 Prozent an Wert verloren und notierte gestern zum Handelsschluss bei 3,72 Euro, nur knapp über dem Anfang März markierten 52-Wochen-Tief.
Rekordrückkäufe und Roboter-Einsatz
Als direkte Maßnahme gegen den Kursverfall greift der Konzern tief in die Kasse. Allein im vergangenen Monat flossen mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in den Erwerb eigener Papiere – das höchste Volumen seit über zwei Jahren.
Operativ setzt der Technologie-Riese auf Effizienzsteigerung durch Automatisierung. In der eigenen Elektrofahrzeugfabrik absolvierte ein hauseigener humanoider Roboter kürzlich einen dreistündigen Dauereinsatz. Mit einer Erfolgsquote von gut 90 Prozent bei der Montage und der strikten Einhaltung der Taktzeit von 76 Sekunden integrierte sich das System nahtlos in die laufende Produktion.
Wichtiger Termin Ende März
Neue Impulse für die kurzfristige Kursentwicklung stehen bereits fest im Kalender. Am 24. März genehmigt der Vorstand die vollständigen Jahresergebnisse für 2025. Neben der notwendigen Klarheit über die Profitabilität der Smartphone- und E-Auto-Sparten steht ein historischer Punkt auf der Agenda: Das Gremium stimmt über die mögliche Ausschüttung der ersten Abschlussdividende seit dem Börsengang ab.
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