Xiaomi demonstriert technologische Ambitionen auf breiter Front – und bekommt gleichzeitig von Goldman Sachs die Prognosen gekürzt. Was steckt hinter dieser Diskrepanz, und was bedeutet sie für den weiteren Kursverlauf?

Goldman Sachs korrigiert Erwartungen spürbar

Die Investmentbank nennt zwei konkrete Belastungsfaktoren: steigende Vorleistungskosten in der Unterhaltungselektronik und im Automobilbereich sowie den schrittweisen Abbau staatlicher EV-Subventionen in China. Die Folge sind deutliche Prognosekorrekturen. Goldman Sachs senkt die Umsatzschätzungen für 2025 bis 2027 um zwei bis neun Prozent, die bereinigten Nettogewinnprognosen sogar um bis zu 24 Prozent. Das Kursziel fällt von 47,50 auf 41 Hongkong-Dollar. Das „Buy"-Rating bleibt bestehen, doch die Bank erwartet kurzfristigen Kurswiderstand.

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Auf der Aktienseite spiegelt sich die Unsicherheit wider: Die Aktie notiert rund 27 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat im vergangenen Jahr knapp 40 Prozent an Wert verloren.

Roboter, MWC und ein ambitioniertes Lieferziel

Während die Zahlen unter Druck stehen, setzt Xiaomi auf technologische Signale. Im eigenen Elektrofahrzeugwerk laufen erste Tests mit selbst entwickelten Humanoid-Robotern: Zwei Einheiten absolvierten einen dreistündigen autonomen Einsatz an einer Montagelinie und erreichten dabei eine Erfolgsquote von 90,2 Prozent – bemerkenswert für Robotertechnik dieser Art, wenngleich noch deutlich unterhalb der Zuverlässigkeit ausgebildeter Fachkräfte. Die Roboter hielten zudem die Taktzeit von 76 Sekunden ein und bremsen die Produktion damit nicht aus.

Auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona präsentierte Xiaomi das Vollformat-Konzeptmodell des Vision Gran Turismo – als erstes Technologieunternehmen überhaupt, das in das Vision-GT-Programm aufgenommen wurde.

Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Fahrzeugauslieferungen an, nach mehr als 410.000 Einheiten im Vorjahr. Doch der anhaltende Preiskampf auf Chinas EV-Markt belastet die Margen branchenweit.

Rückkäufe und ein wichtiger Termin im März

Zusätzlich drückt ein Steuerstreit in Indien auf die Stimmung: Behörden werfen Xiaomi Zollhinterziehung bei Lizenzgebühren vor. Der ursprüngliche Anspruch von 72 Millionen US-Dollar könnte sich inklusive Strafen auf über 150 Millionen US-Dollar ausweiten, rund 610 Millionen US-Dollar an Unternehmensvermögen bleiben eingefroren.

Gegen den Kursverfall stemmt sich das Unternehmen mit einem intensiven Aktienrückkaufprogramm. Im vergangenen Monat flossen mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in den Rückkauf eigener Anteile – die höchste Aktivität seit über zwei Jahren. Im bisherigen Jahresverlauf kaufte Xiaomi an nahezu jedem Handelstag eigene Aktien zurück.

Der nächste entscheidende Prüfstein folgt am 24. März 2026: Dann tagt der Vorstand zur Genehmigung der vollständigen Jahreszahlen 2025 – und zur möglichen Billigung der ersten Abschlussdividende seit dem Börsengang. Die Zahlen sollen Klarheit über die Rentabilität des Kerngeschäfts Smartphones und das vollständige Gewinnbild der EV-Sparte liefern. Für Anleger wird dieser Termin zeigen, ob Xiaomis strukturelle Wachstumsstory die aktuellen Belastungen tragen kann.

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