Der Verkaufsstart des überarbeiteten Xiaomi SU7 übertrifft die Erwartungen und auch bei der künstlichen Intelligenz greift der Technologiekonzern mit aggressiven Preisen an. Trotz voller Auftragsbücher und technologischer Fortschritte reagiert der Markt verhalten. Analysten verweisen auf makroökonomische Gegenwinde, die den operativen Erfolg derzeit überschatten.

Rekordstart für den neuen Stromer

Mit dem Modelljahr 2026 des SU7 drückt der chinesische Konzern massiv aufs Tempo. Innerhalb von nur 34 Minuten nach Markteinführung verzeichnete das Unternehmen über 15.000 Bestellungen, nach wenigen Tagen waren es bereits mehr als 30.000. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, liefen die Bänder bereits zwei Monate vor der Premiere an. Bereits in der ersten Woche konnten 5.000 Fahrzeuge an Kunden übergeben werden.

Als Kaufargument dient neben der aufgewerteten Serienausstattung mit 800-Volt-Architektur und LiDAR-Sensoren vor allem die Preisgestaltung. Mit 219.900 Yuan unterbietet das Fahrzeug das Tesla Model 3 auf dem Heimatmarkt um exakt 15.600 Yuan. Gleichzeitig verbesserte sich die Ladeleistung deutlich: Am Schnelllader lassen sich nun in 15 Minuten bis zu 670 Kilometer Reichweite nachladen.

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Aggressive Preisstrategie bei KI

Parallel zum Automobilgeschäft positioniert sich der Konzern im Markt für künstliche Intelligenz neu. Das hauseigene MiMo-Team präsentierte drei neue Modelle, die als Basis für eigenständig agierende KI-Agenten dienen sollen. Diese Software soll künftig selbstständig im Browser einkaufen oder Roboter steuern.

Das Flaggschiff MiMo-V2-Pro greift dabei die etablierte Konkurrenz über den Preis an. Mit 3,00 US-Dollar pro Million Output-Token kostet der Service nur ein Fünftel dessen, was Anthropic für sein vergleichbares Modell verlangt. Technisch stützt sich das System auf eine Architektur mit über einer Billion Parametern.

Gegenwind bremst den Kurs

Obwohl das operative Geschäft floriert, bleiben Marktbeobachter vorsichtig. Goldman Sachs senkte das Kursziel von 47,50 auf 41 Hongkong-Dollar, behielt die Kaufempfehlung aber bei. Die Experten begründen diesen Schritt mit steigenden Vorleistungskosten in der Lieferkette und dem Auslaufen staatlicher Elektroauto-Subventionen. Zusätzlich dämpft Morgan Stanley die Erwartungen mit einer gekürzten globalen Smartphone-Absatzprognose aufgrund von drohenden Zöllen.

Diese Skepsis spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Seit Jahresanfang verlor das Papier 21,38 Prozent an Wert und ging am Montag bei 3,53 Euro aus dem Handel. Um das ambitionierte Jahresziel von 550.000 ausgelieferten Fahrzeugen zu erreichen, muss das Unternehmen in den verbleibenden zehn Monaten durchschnittlich rund 49.100 Autos pro Monat übergeben. Die vorgezogene Produktion und der Ausstoß von 16.000 Einheiten allein im März bilden dafür die logistische Grundlage.

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