Xiaomi Aktie: Rekord mit Rissen
Rekordumsatz, erstmals profitables E-Auto-Geschäft — und trotzdem steht die Aktie rund 46 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Xiaomis Jahreszahlen für 2025 liefern ein gespaltenes Bild: Starke Gesamtjahres-Kennzahlen treffen auf ein enttäuschendes Schlussquartal und eine Investitionsoffensive, die Analysten die Gewinnprognosen zusammenstreichen lässt.
Glanzjahr mit trübem Finale
Der Jahresumsatz legte um 25 Prozent auf 457,3 Milliarden Yuan zu, der bereinigte Nettogewinn kletterte um 43,8 Prozent auf 39,2 Milliarden Yuan — beides neue Bestmarken. Das vierte Quartal erzählte jedoch eine andere Geschichte. Der bereinigte Nettogewinn brach um 27 Prozent auf 6,54 Milliarden Yuan ein, belastet von gestiegenen Speicherchip-Kosten und dem Hochlauf des Elektroauto-Geschäfts. Auch das Smartphone-Absatzziel verfehlte Xiaomi: 165,2 Millionen ausgelieferte Geräte statt der angestrebten 180 Millionen.
Im Kerngeschäft verschärft sich der Margendruck strukturell. Steigende Speicherchip-Preise — angeheizt durch die globale KI-Nachfrage — zwingen zu Preiserhöhungen, während der chinesische Smartphone-Markt von Januar bis Anfang März 2026 um vier Prozent schrumpfte.
EV und KI: Meilensteine mit Preisschild
Ein echter Wendepunkt gelang im Elektroauto-Segment. Die Sparte für smarte Elektrofahrzeuge erzielte 2025 erstmals ein positives operatives Ergebnis, bei einem Umsatzsprung von 223,8 Prozent auf 106,1 Milliarden Yuan. Die Nachfrage stimmt: Der überarbeitete SU7 sammelte in den ersten 34 Minuten nach Verkaufsstart über 15.000 verbindliche Bestellungen. Für 2026 plant Xiaomi 550.000 Fahrzeugauslieferungen, nach 411.082 im Vorjahr.
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Parallel dazu setzt CEO Lei Jun auf eine umfangreiche KI-Offensive. Allein 2026 sollen mehr als 16 Milliarden Yuan in KI-Forschung fließen, über drei Jahre plant Xiaomi mindestens 60 Milliarden Yuan ein. Bereits 2025 stiegen die F&E-Ausgaben um 38 Prozent auf über 33 Milliarden Yuan. Sichtbarstes Zeichen der Strategie: Im März 2026 übernahmen hauseigene humanoide Roboter in der EV-Produktionslinie autonom Präzisionsaufgaben — mit einer Erfolgsquote von 90,2 Prozent.
Analysten kürzen Gewinnziele
Die Investitionslasten schlagen auf die Prognosen durch. Goldman Sachs erwartet, dass die F&E-Ausgaben 2026 auf 40 Milliarden Yuan steigen und den Nettogewinn von rund 39,5 Milliarden Yuan auf etwa 27,9 Milliarden Yuan drücken. Das Kaufrating behält Goldman Sachs zwar bei, senkte aber das 12-Monats-Kursziel von 47,50 HKD auf 41 HKD — mit Verweis auf steigende Vorleistungskosten und den schrittweisen Abbau chinesischer E-Auto-Subventionen. Morgan Stanley warnt zusätzlich vor anhaltendem Halbleiter-Preisdruck im ersten Halbjahr 2026.
Das wachsende Misstrauen institutioneller Investoren zeigt sich in den Short-Daten: Der Anteil leerverkaufter Aktien stieg im Zwölfmonatszeitraum von rund zwei auf 7,3 Prozent des Streubesitzes. Ein Aktienrückkauf von 2,2 Millionen Papieren für rund 71,4 Millionen HKD hat die Stimmung bislang nicht gedreht. Die Aktie notiert weiterhin deutlich unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 3,79 Euro — das Gesamtjahresbild 2026 wird maßgeblich davon abhängen, ob die KI- und EV-Investitionen schneller Erträge liefern als sie Kosten verursachen.
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