Xiaomi Aktie: Zwei Welten
Starkes Jahresergebnis, aber ein Smartphone-Geschäft unter Druck — Xiaomi präsentiert sich 2025 als gespaltenes Unternehmen. Während eine Sparte erstmals schwarze Zahlen schreibt, kämpft das Kerngeschäft mit strukturellen Problemen.
Elektroautos retten die Bilanz
Das Gesamtjahr 2025 liest sich beeindruckend: Der Jahresgewinn kletterte um 43,8 Prozent auf 39,2 Milliarden Yuan, der Umsatz legte über alle Bereiche um 25 Prozent zu. Wesentlicher Treiber war die Elektrofahrzeug-Sparte, die nach weniger als zwei Jahren am Markt ihren ersten jährlichen operativen Gewinn von 900 Millionen Yuan erzielte. 411.082 ausgelieferte Fahrzeuge — das eigene Ziel übertroffen.
Für 2026 plant Xiaomi bis zu 550.000 Auslieferungen. Mit dem YU7 GT steht zudem das erste Modell in den Startlöchern, das voraussichtlich auch in Europa verkauft wird.
Smartphone-Geschäft verfehlt seine Ziele
Das Bild trübt sich beim Blick auf das traditionelle Kerngeschäft. Von angestrebten 180 Millionen Smartphone-Einheiten lieferte Xiaomi 2025 nur 165,2 Millionen aus — eine deutliche Lücke. Steigende Speicherchip-Preise, angeheizt durch die KI-Nachfrage, zwingen zu Preiserhöhungen. Der chinesische Smartphone-Markt schrumpfte von Januar bis Anfang März 2026 um vier Prozent im Jahresvergleich.
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Auch die Quartalszahlen für Q4 2025 spiegeln diesen Druck wider: Der bereinigte Nettogewinn sank auf 6,3 Milliarden Yuan — der erste Rückgang auf Quartalsebene seit 2022. Das Umsatzwachstum von 7,3 Prozent war das langsamste seit 2023. Immerhin übertraf das Ergebnis die Analystenerwartungen von 5,7 Milliarden Yuan.
Milliarden für KI
Parallel dazu vollzieht Xiaomi den Abschluss einer weiteren Ära: MIUI, die zwölf Jahre lang das Betriebssystem-Gesicht der Geräte prägte, wird schrittweise aus der Wartung genommen. Sicherheits-Patches für ältere Modelle sollen zwar weiter bereitgestellt werden, der Fokus liegt aber klar auf dem Nachfolger HyperOS.
CEO Lei Jun hat angekündigt, in den nächsten drei Jahren mindestens 60 Milliarden Yuan in KI zu investieren. Allein 2026 sollen die F&E-Ausgaben über 40 Milliarden Yuan betragen, mehr als 16 Milliarden davon fließen in KI-Entwicklung. Ob diese Investitionen das Smartphone-Geschäft mittelfristig stabilisieren können, wird sich an den Absatzzahlen der nächsten Quartale ablesen lassen — der Kurs notiert aktuell bei 3,65 Euro und damit noch immer weit unterhalb des Jahreshochs von 6,69 Euro.
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