Während der Aktienkurs weiter nach einem Boden sucht, zündet der chinesische Technologiekonzern die nächste Innovationsstufe. Xiaomi setzt in der Elektroauto-Produktion nun auf humanoide Roboter und steuert gleichzeitig mit Aktienrückkäufen gegen den massiven Wertverlust. Doch reicht diese technologische Flucht nach vorn, um die Stimmung vor den anstehenden Jahreszahlen zu drehen?

Roboter als neue „Praktikanten“

Das Unternehmen sorgt aktuell mit einem technologischen Vorstoß für Aufsehen: In der eigenen Elektrofahrzeugfabrik kommen selbst entwickelte humanoide Roboter zum Einsatz. Laut Präsident Lu Weibing können zwei dieser Maschinen 90 Prozent der anfallenden Arbeit an einer Station in drei Stunden erledigen. In einem Testlauf im Druckgusswerk absolvierte ein Roboter drei Stunden autonomen Dauerbetrieb und erreichte bei Montagearbeiten eine Erfolgsquote von über 90 Prozent.

CEO Lei Jun dämpfte jedoch überzogene Erwartungen. Die Roboter fungieren derzeit eher als „Praktikanten“, die grundlegende Aufgaben erlernen, statt erfahrene Fachkräfte zu ersetzen. Dennoch ist das Ziel klar definiert: Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll eine signifikante Anzahl dieser Maschinen in die reguläre Produktion integriert werden.

Finanzielle Stabilität trotz Gegenwind

Operativ kann Xiaomi Erfolge vorweisen, die in der Branche selten sind. Während Konkurrenten wie Nio oder XPeng weiterhin Verluste schreiben, hat die erst 2021 gegründete EV-Sparte von Xiaomi bereits die Gewinnschwelle überschritten. Im dritten Quartal 2025 erzielte das Segment erstmals einen operativen Gewinn, was die Bruttomarge des Konzerns deutlich steigen ließ.

Um den anhaltenden Druck auf den Aktienkurs abzufedern, greift das Management zudem tief in die Tasche. Ein laufendes Rückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Hongkong-Dollar soll das Vertrauen der Investoren stärken. Allein am 3. März wurden Aktien im Wert von rund 100 Millionen Hongkong-Dollar zurückgekauft.

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Chartbild bleibt angespannt

Trotz der operativen Fortschritte spiegelt der Aktienkurs eine tiefe Skepsis wider. Aktuell notiert das Papier bei 3,52 Euro und damit in direkter Nähe zum 52-Wochen-Tief. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt mittlerweile gut 50 Prozent. Seit Jahresanfang verlor der Titel 21,58 Prozent an Wert.

Belastet wird die Stimmung durch externe Faktoren. In Indien drohen hohe Nachzahlungen wegen angeblich hinterzogener Zollabgaben, wobei Vermögenswerte in dreistelliger Millionenhöhe eingefroren bleiben. Zudem warnen Marktbeobachter vor steigenden Kosten für Speicherchips, die das Kerngeschäft mit Smartphones im Jahr 2026 unter Druck setzen könnten.

Fazit: Warten auf den 24. März

Die Kombination aus Robotik-Innovation und profitabler EV-Sparte zeigt, dass Xiaomi strategisch auf Kurs ist, auch wenn der Aktienmarkt dies momentan nicht honoriert. Die entscheidende Bestandsaufnahme folgt am 24. März 2026. Dann präsentiert der Konzern seine Jahresergebnisse, und Anleger werden erfahren, ob auch eine Dividende zur Debatte steht.

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