Xiaomi kauft weiter eigene Aktien zurück – während der Konzern gleichzeitig mit einem schrumpfenden Smartphone-Markt, steigenden Komponentenkosten und einem Steuerstreit in Indien kämpft. Allein am 3. März flossen umgerechnet 100 Millionen Hongkong-Dollar in den Rückkauf von 3,2 Millionen Class-B-Aktien. Ein Signal der Stärke oder Verzweiflung?

Bank of America korrigiert Erwartungen deutlich nach unten

Die Bank of America Securities senkte ihr Kursziel von 52 auf 45 Hongkong-Dollar. Die Analysten rechnen für das vierte Quartal 2025 mit einem bereinigten Nettogewinn von lediglich 5,3 Milliarden Renminbi – ein Minus von 37 Prozent im Jahresvergleich und 54 Prozent zum Vorquartal.

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Besonders belastend: Die Umsatzprognose wurde um elf Prozent gesenkt. Grund sind verlangsamte Smartphone-Auslieferungen und Druck auf das IoT-Geschäft. Steigende Preise für DRAM- und NAND-Chips könnten die Bruttomarge im Quartal um rund 1,8 Prozentpunkte auf etwa 21 Prozent drücken. Die Nettogewinnschätzungen für 2025 bis 2027 wurden um acht bis 31 Prozent reduziert. Das Buy-Rating bleibt dennoch bestehen.

Smartphone-Markt vor historischem Einbruch

Der weltweite Smartphone-Markt steht vor dem größten jemals gemessenen Jahreseinbruch. Die IDC prognostiziert für 2026 einen Rückgang um 12,9 Prozent auf rund 1,12 Milliarden Geräte. Verantwortlich ist die angespannte Versorgungslage bei Speicherchips. Der durchschnittliche Verkaufspreis soll um 14 Prozent auf 523 Dollar steigen – in preissensiblen Märkten ein erheblicher Nachteil.

Xiaomi reagiert mit einer Premium-Offensive: Ende Februar präsentierte der Konzern in Barcelona die Xiaomi-17-Serie mit Preisen zwischen 999 und 1.999 Euro. Die strategische Kooperation mit Leica wurde ausgebaut, um sich im Hochpreissegment zu positionieren.

E-Auto-Sparte als Lichtblick

Die Elektromobilität entwickelt sich zum Hoffnungsträger. Im Februar lieferte Xiaomi mehr als 20.000 Fahrzeuge aus, nach 39.000 Einheiten im Januar. Der Rückgang ist dem chinesischen Neujahrsfest geschuldet, das die Monatswerte branchenüblich um 30 bis 50 Prozent drückt.

Bemerkenswert: Die EV-Sparte schrieb bereits im dritten Quartal 2025 schwarze Zahlen – weniger als zwei Jahre nach Marktstart. Während Konkurrenten wie Nio oder XPeng jahrelang Verluste verzeichneten, hat Xiaomi die Gewinnschwelle deutlich schneller überschritten. Die Bank of America prognostiziert für 2026 Auslieferungen von 570.000 Fahrzeugen.

Indien-Konflikt belastet weiter

Ungelöst bleibt der Steuerstreit in Indien. Die Behörden werfen Xiaomi vor, Zollabgaben auf Lizenzgebühren in Höhe von 72 Millionen US-Dollar hinterzogen zu haben. Durch Strafen und Zinsen könnte sich die Forderung auf über 150 Millionen Dollar verdoppeln. Zusätzlich sind Vermögenswerte von rund 610 Millionen Dollar eingefroren.

Am 24. März präsentiert Xiaomi die konsolidierten Jahresergebnisse 2025. Die Zahlen werden zeigen, ob die Kombination aus Aktienrückkäufen, Premium-Strategie und profitabler E-Auto-Sparte ausreicht, um die strukturellen Belastungen zu kompensieren.

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