Xiaomi fährt schweres Geschütz auf: Aktienrückkäufe, humanoide Roboter in der Produktion und eine Premium-Offensive auf dem Mobile World Congress. Doch der Kurs gibt weiter nach. Am 24. März folgen die Jahreszahlen – dann wird sich zeigen, ob die operative Expansion auch bilanziell überzeugt.

Rückkaufprogramm läuft auf Hochtouren

Am 3. März erwarb Xiaomi 3,2 Millionen eigene Aktien zurück. Das laufende Programm umfasst bis zu 2,5 Milliarden Hongkong-Dollar. Trotz dieser Maßnahme verlor die Aktie in den vergangenen drei Monaten über 22 Prozent an Wert.

Der Konzern setzt damit auf ein klassisches Signal: Management und Aufsichtsrat halten die eigene Bewertung für zu niedrig. Ob der Markt diese Einschätzung teilt, bleibt offen.

Roboter übernehmen Fabrikdienst

CEO Lei Jun gab bekannt, dass firmeneigene humanoide Roboter ihre "Praktika" im Elektrofahrzeugwerk begonnen haben. In den nächsten fünf Jahren sollen große Stückzahlen in den Fertigungsstätten eingesetzt werden.

Der Schritt fügt sich in Xiaomis Strategie ein, Robotik fest in die Produktionskette zu integrieren. Das Unternehmen will damit Kosten senken und die Skalierbarkeit erhöhen – gerade mit Blick auf das ambitionierte EV-Ziel von 550.000 Auslieferungen im laufenden Jahr.

Premium-Offensive in Barcelona

Auf dem Mobile World Congress präsentierte Xiaomi seine bisher größte internationale Hardware-Palette. Im Mittelpunkt stand das Xiaomi 17 Ultra mit 1-Zoll-50-MP-Sensor, 200-MP-Telekamera und physischem Zoomring. Entwickelt wurde das Gerät gemeinsam mit Leica.

Parallel dazu stellte Leica das Co-Branding-Modell Leitzphone vor – technisch weitgehend identisch, aber mit eigener Benutzeroberfläche, Monochrom-Modus und Leica-Filtern. Der Preis: 1.999 Euro.

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Die Botschaft ist klar: Xiaomi will im europäischen Premium-Segment Fuß fassen und sich vom Image als Budget-Anbieter lösen.

EV-Sparte: Saisonaler Einbruch im Februar

Im Februar lieferte Xiaomi mehr als 20.000 Elektrofahrzeuge aus, nach über 39.000 im Januar. Der Rückgang ist jedoch kein Alarmsignal, sondern Folge des Mondneujahrs. Fabriken standen still, Logistikketten waren unterbrochen.

2025 erzielte die EV-Sparte insgesamt 411.837 Auslieferungen. Für 2026 peilt das Unternehmen 550.000 Einheiten an. Die Massenproduktion des nächsten SU7-Modells läuft an.

Ein regulatorischer Einschnitt könnte allerdings bremsen: China hat verdeckte Türgriffe verboten – eine Regel, die auch Xiaomi-Modelle betrifft. Bisher signalisierte das Unternehmen keine Verzögerungen.

Belastungen aus Indien und Chip-Markt

Indische Behörden fordern von Xiaomi über 150 Millionen Dollar wegen angeblich hinterzogener Zollabgaben auf Lizenzgebühren. Zusätzlich sind Vermögenswerte von rund 610 Millionen Dollar eingefroren. Das Unternehmen wehrt sich, doch der Ausgang ist ungewiss.

Parallel dazu steigen die Preise für Speicherchips. Gerätehersteller müssen diese Kosten weitergeben – ein Risiko für die Smartphone-Nachfrage im laufenden Jahr.

Jahreszahlen als Lackmustest

Am 24. März legt der Vorstand die konsolidierten Ergebnisse für 2025 vor. Investoren werden zwei Fragen stellen: Ist das 550.000er-EV-Ziel realistisch? Und gibt es eine Dividende?

Die operative Breite – EV, Robotik, Premium-Smartphones – ist beeindruckend. Ob sie sich in Umsatz und Gewinn niederschlägt, entscheidet über die Glaubwürdigkeit der aktuellen Stützungsmaßnahmen.

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