OHB Aktie: Neue Ziele
OHB steht vor einer möglichen strategischen Erweiterung im Verteidigungsgeschäft. Auslöser ist eine offiziell bestätigte Kooperation mit Rheinmetall rund um das Bundeswehr-Projekt SATCOMBw Stufe 4. Gleichzeitig kommt aus dem Ariane-6-Programm operativer Rückenwind – und schon in zwei Wochen müssen die Zahlen zeigen, ob die Margen mit dem Wachstum Schritt halten.
SATCOMBw: Kooperation bestätigt, Zuschlag offen
OHB hat in einer Ad-hoc-Meldung bereits Ende Januar laufende Gespräche mit Rheinmetall über eine Kooperation für Vergabeverfahren der öffentlichen Hand bestätigt. Hintergrund sind Berichte über eine gemeinsame Bewerbung für SATCOMBw Stufe 4, ein geplantes Satelliten-Kommunikationsnetz der Bundeswehr im niedrigen Erdorbit.
Der potenzielle Rahmen ist groß: Laut Financial Times könnte das Projektvolumen bei bis zu 10 Milliarden Euro liegen. Bis 2029 sollen mindestens hundert Satelliten die Vernetzung von Einheiten wie Panzern, Schiffen oder Soldaten ermöglichen – mit dem Ziel, unabhängiger von US-Systemen zu werden.
Im möglichen Konsortium ist die Rollenverteilung beschrieben: Rheinmetall soll als Systemhaus die militärische Integration übernehmen, OHB die Satellitenfertigung und das Engineering. Produktionsseitig hat OHB bereits Kapazitäten aufgebaut und im Oktober ein Werk in Schöneck übernommen, um die Serienfertigung auszuweiten.
Ein Selbstläufer ist der Auftrag aber nicht. Airbus Defense and Space, Betreiber der bisherigen SATCOMBw-Stufen 2 und 3, bestätigte ebenfalls Gespräche mit dem Verteidigungsministerium. OHB verweist zudem auf die angekündigte Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo, die einen großen europäischen Wettbewerber schaffen würde.
Ariane 6 und MT Aerospace: Rückenwind aus dem Hochlauf
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?
Parallel zum Verteidigungsthema liefert das Trägergeschäft greifbare Impulse. Mitte Februar absolvierte die Ariane 6 ihren ersten kommerziellen Flug und brachte 32 Satelliten für Amazons Breitbandkonstellation ins All. Für OHB ist das direkt relevant, weil die Tochter MT Aerospace Tanks und Strukturkomponenten fertigt und einen Arbeitsanteil von zehn Prozent am Programm hat.
Wichtig dabei: Seit Oktober gehört MT Aerospace vollständig zum Konzern. Damit fließen die Erträge aus dem Produktionshochlauf komplett in die Konzernbilanz. Mit dem Februar-Start begann zudem die Abarbeitung des größten kommerziellen Vertrags in der Geschichte von Arianespace – Amazon hat insgesamt 18 Starts fest gebucht.
Angehobene Mittelfristziele – nächster Termin heute in zwei Wochen
OHB hat den Wachstumsausblick für 2026 und 2027 angehoben und setzt dafür auf organisches Wachstum in allen Bereichen. Als Treiber nennt das Unternehmen steigende Budgets von ESA, EU und nationalen Kunden – der Verteidigungsmarkt gewinnt dabei an Bedeutung.
Die aktualisierten Ziele: eine Gesamtleistung von 1,4 Mrd. Euro (2026), 1,7 Mrd. Euro (2027) und über 2,0 Mrd. Euro (2028). Dazu kommen Zielmargen von 11 %, 12 % und über 12 % beim EBITDA sowie 8 %, 9 % und über 9 % beim EBIT. Rückenwind signalisieren auch die jüngsten Auftragskennzahlen: Der Auftragseingang stieg 2025 um 24 % auf rund 2,1 Mrd. Euro, der feste Auftragsbestand wuchs um 47 % auf über 3,1 Mrd. Euro.
Der nächste konkrete Fixpunkt ist die Bilanzpressekonferenz in zwei Wochen: Am 19. März erläutert OHB den testierten Konzern-Jahresabschluss 2025 samt Ergebnispräsentation. Dann wird sich auch zeigen, ob die operative Marge bereits mit dem Umsatzwachstum Schritt hält – während die langfristige Dimension stark davon abhängt, wie SATCOMBw Stufe 4 weiterläuft.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 5. März liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








