Heute Abend legt Xiaomi seine Jahreszahlen für 2025 vor — und erstmals könnte dabei auch eine Dividende auf der Tagesordnung stehen. Seit dem Börsengang hat der Konzern noch nie ausgeschüttet. Eine Kurskorrektur von fast 44 Prozent innerhalb eines Jahres zeigt, wie sehr der Markt auf genau solche Signale wartet.

Starke operative Basis, aber Margendruck bleibt

Die Ausgangslage ist solide. Im zweiten Quartal 2025 verdoppelte sich der bereinigte Nettogewinn auf 10,8 Milliarden Renminbi, der Umsatz kletterte um 30,5 Prozent auf einen Rekordwert von 116 Milliarden Renminbi. Besonders das Elektrofahrzeug-Segment lieferte: Mit 411.837 ausgelieferten Fahrzeugen übertraf Xiaomi EV die eigene Jahresprognose von 300.000 Einheiten deutlich — und erzielte bereits im dritten Quartal den ersten operativen Quartalsgewinn der Sparte.

Allerdings drücken zwei Faktoren auf die Bewertung. Speicherpreise sind im laufenden Quartal laut Counterpoint Research um 80 bis 90 Prozent gestiegen, während Xiaomi die Preise seiner Flaggschiff-Smartphones stabil hält — ein Schritt, der Marktanteile sichert, aber die Marge belastet. Parallel dazu schwelt ein Steuerkonflikt mit indischen Behörden: Rund 610 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten sind eingefroren, ein mögliches Bußgeld könnte 150 Millionen US-Dollar übersteigen. Der einst dominante Marktanteil in Indien ist von über 30 auf 12 Prozent gefallen.

Dividende als Wendepunkt?

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?

Für das vierte Quartal 2025 erwarten 14 Analysten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 0,24 CNY. Entscheidender als diese Zahl dürfte jedoch der Beschluss des Vorstands zur möglichen Erstdividende sein. Eine Ausschüttung würde die Unternehmensnarrative verschieben — weg vom reinen Wachstumsversprechen, hin zu konkreter Aktionärsrendite. Das wäre angesichts der hohen Investitionsausgaben und der angekündigten Smartphone-Preiserhöhungen für 2026 ein klares Bekenntnis zur Cashflow-Stärke.

Daneben beobachten Investoren die Gespräche mit Stellantis. Der Fiat-Mutterkonzern soll prüfen, ob chinesische Hersteller in europäische Aktivitäten einsteigen — konkret geht es um Anteile an Marken wie Maserati und Zugang zu Produktionskapazitäten. Eine Einigung gibt es bislang nicht, Stellantis bestätigte lediglich routinemäßige Branchengespräche.

Für 2026 hat Xiaomi 550.000 EV-Auslieferungen als Ziel ausgegeben, der Serienstart der überarbeiteten SU7-Generation ist für April geplant. Ob die heutigen Zahlen und ein mögliches Dividendensignal reichen, um die Aktie aus ihrer Nähe zum 52-Wochen-Tief bei 3,44 Euro zu lösen, zeigt sich bereits beim Investor-Webcast um 19:30 Uhr Pekinger Zeit.

Anzeige

Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:

Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...