Goldman Sachs bestätigt das „Buy"-Rating — und warnt gleichzeitig vor einem deutlich sinkenden Gewinn. Dieses Spannungsfeld erklärt, warum die Xiaomi-Aktie zuletzt keine klare Richtung findet.

Am Donnerstag legte der Kurs nach der Vorstellung neuer KI-Sprachmodelle und einem aktualisierten Elektrofahrzeug um rund 5 Prozent zu. Einen Tag später folgte der Absturz: Minus 8,6 Prozent, schwächster Wert im Hang Seng Tech Index an diesem Tag. Auslöser war die Sorge, dass die moderate Preiserhöhung beim SU7 die Profitabilität des E-Auto-Segments kaum verbessern dürfte.

KI-Offensive mit hohem Preis

Am 19. März stellte Xiaomi drei neue Modelle seiner MiMo-Großsprachmodellreihe vor. Das Flaggschiff MiMo-V2-Pro kommt auf mehr als eine Billion Parameter und belegt auf einem bedeutenden KI-Benchmark den achten Platz weltweit. Begleitet wird es vom multimodalen Agenten-Modell MiMo-V2-Omni sowie dem Sprachsynthese-Modell MiMo-V2-TTS. Nebenbei lüftete Xiaomi das Geheimnis um das zuvor anonym kursierende Modell „Hunter Alpha", das in Entwicklerkreisen für Spekulationen gesorgt hatte.

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Goldman Sachs wertet die konzentrierte Modell-Offensive als Zeichen, dass Xiaomi von der KI-Investitionsphase in die Phase konkreter Ergebnis-Realisierung wechselt — und sieht das Unternehmen auf dem Weg zum „Physical AI Leader" mit eigenen KI-, Betriebssystem- und Chip-Fähigkeiten.

Das kostet allerdings viel Geld. CEO Lei Jun kündigte an, 2026 mehr als 16 Milliarden Yuan in KI-Forschung zu investieren. Über drei Jahre sollen es mindestens 60 Milliarden Yuan werden. Goldman Sachs erwartet, dass die F&E-Ausgaben 2026 auf 40 Milliarden Yuan steigen — nach geschätzten 32,2 Milliarden Yuan im Vorjahr.

Gewinnrückgang zum Ergebnistag am 24. März

Die Folge: Goldman Sachs prognostiziert für 2026 einen Nettogewinn von rund 27,9 Milliarden Yuan — ein deutlicher Rückgang gegenüber den für 2025 geschätzten 39,5 Milliarden Yuan. Bloomberg-Konsensschätzungen deuten zudem darauf hin, dass bereits das Jahresergebnis 2025, das am 24. März veröffentlicht wird, einen Gewinnrückgang zeigen könnte.

Reicht die Neubewertung als „Physical AI Leader" aus, um den Markt über einen solchen Gewinneinbruch hinwegzutrösten? Das Short-Interest gibt Hinweise auf die Skepsis vieler Marktteilnehmer: Es lag zuletzt bei rund 7,3 Prozent des Streubesitzes — gegenüber etwa 2 Prozent noch Ende September. Die Aktie notiert mit einem Minus von knapp 20 Prozent seit Jahresbeginn und liegt rund 28 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Goldman Sachs hält dennoch an der Kaufempfehlung fest und argumentiert, kurzfristige KGV-Betrachtungen würden dem langfristigen Investitionsmodell nicht gerecht. Die Zahlen am 24. März werden zeigen, wie viel Überzeugungsarbeit noch nötig ist.

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