Der offizielle Auslieferungsstart der neuen Elektro-Limousine SU7 beschert Xiaomi volle Auftragsbücher. Mit über 30.000 festen Bestellungen übertrifft die neue Generation das erfolgreiche Vorgängermodell deutlich. Der Kapitalmarkt reagiert auf den rasanten Absatz am Montag jedoch mit spürbarer Zurückhaltung, denn die aggressive Preispolitik des Technologiekonzerns hat ihren Preis.

Volumen vor Profitabilität

Am Hauptsitz in Shenzhen verkündete Firmengründer Lei Jun das Erreichen eines wichtigen Meilensteins. Bereits 34 Minuten nach dem Verkaufsstart in der vergangenen Woche verzeichnete das Unternehmen 15.000 verbindliche Käufe. Der Einstiegspreis von 219.900 Yuan liegt dabei bewusst rund 15.600 Yuan unter dem Niveau des direkten Konkurrenten Tesla Model 3 in China. Xiaomi zielt mit dieser Positionierung auf schnelle Marktanteile ab und peilt für das Gesamtjahr 2026 den Verkauf von 550.000 Fahrzeugen an.

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Genau diese Strategie bereitet Investoren Kopfzerbrechen. Die Materialkosten für den überarbeiteten SU7 sind durch mehr als 100 technische Upgrades um etwa 20.000 Yuan pro Fahrzeug gestiegen. Da Xiaomi den Verkaufspreis im Vergleich zum Vorgänger lediglich um 4.000 Yuan anhob, schrumpft die Gewinnmarge weiter.

Margendruck belastet den Kurs

Diese Kalkulation quittierten Anleger in Hongkong direkt nach der Fahrzeugpräsentation mit einem Kursabschlag von 8,59 Prozent. Auch das aktuelle Kursniveau von 3,63 Euro spiegelt die anhaltende Skepsis wider. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus der Papiere auf über 19 Prozent, womit der Titel deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 4,99 Euro notiert.

Um die sportliche Positionierung der Marke abseits des Preiskampfes zu untermauern, weitet der Konzern parallel sein Engagement im Motorsport aus. Die Modelle SU7 Ultra und YU7 kommen künftig als offizielle Safety-Cars in drei großen chinesischen Rennserien zum Einsatz.

Für Aktionäre rückt nun die operative Entwicklung der Automobilsparte in den Mittelpunkt. Nachdem der operative Verlust im ersten Quartal 2026 auf 500 Millionen Yuan eingegrenzt wurde, plant das Management den vollständigen Sprung der EV-Sparte in die Gewinnzone für die zweite Jahreshälfte.

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