Workday steht vor einer entscheidenden Woche. Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen markiert die Aktie neue Jahrestiefs, während der Softwaresektor mit grundlegenden Zweifeln an seinem bisherigen Geschäftsmodell kämpft. Können die Rückkehr des Gründers an die Spitze und eine forcierte KI-Strategie die erhoffte Wende einleiten?

Sorgen um das KI-Zeitalter

Der Markt blickt mit wachsender Skepsis auf die gesamte Branche für Personalmanagement-Software (HCM). Hintergrund ist die Befürchtung, dass KI-gestützte Automatisierung die klassischen Preismodelle, die oft auf der Anzahl der Mitarbeiter basieren, untergraben könnte. In diesem unsicheren Umfeld senkten die Analysten von TD Cowen am Freitag ihr Kursziel für Workday auf 200 Dollar.

Diese Vorsicht spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Das Papier verharrt in einem tiefen Abwärtstrend und hat seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert verloren. Mit einem aktuellen Kurs von 122,14 Euro notiert der Titel heute auf einem neuen 52-Wochen-Tief.

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Umbruch in der Führungsebene

Zusätzlich zu den strukturellen Branchenrisiken verarbeiten Anleger interne Turbulenzen. Erst vor wenigen Tagen übernahm Mitgründer Aneel Bhusri erneut den CEO-Posten und löste damit Carl Eschenbach ab. Dieser Wechsel an der Spitze ging mit einer Reduzierung der Belegschaft um etwa zwei Prozent einher, was rund 400 Arbeitsplätze betrifft.

Marktbeobachter interpretieren diese Schritte als Versuch, das Unternehmen schneller auf die neuen technologischen Anforderungen auszurichten. Dennoch scheint das Vertrauen der Investoren vorerst belastet, da der abrupte Führungswechsel Fragen zur kurzfristigen Stabilität der Unternehmensstrategie aufwirft.

Zahlen am Dienstag entscheidend

Am kommenden Dienstag, den 24. Februar, rücken nach US-Börsenschluss die harten Fakten in den Fokus. Analysten erwarten für das vierte Quartal einen Abonnement-Umsatz von rund 2,4 Milliarden Dollar bei einer operativen Marge von mindestens 28,5 Prozent.

Besonders kritisch werden Investoren den Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr prüfen. Im Zentrum steht dabei das Ziel von 8,8 Milliarden Dollar an Abonnement-Einnahmen. Nur wenn Workday belegt, dass dieses Wachstum trotz des Wandels durch Künstliche Intelligenz realistisch bleibt, dürfte der massive Verkaufsdruck der letzten Monate nachlassen.

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