Rocket Lab liefert operativ weiter ab – und genau das honoriert der Markt kurz vor den nächsten Quartalszahlen. Gleichzeitig sorgt ein technischer Rückschlag beim neuen Neutron-Träger für einen Dämpfer. Wie viel Gewicht hat dieser Zwischenfall mit Blick auf den anstehenden Ergebnisbericht?

Erfolgreicher Electron-Start stützt Vertrauen

Auslöser der jüngsten Stärke war die erfolgreich absolvierte 80. Electron-Mission. Dabei brachte Rocket Lab Satelliten für Open Cosmos ins All. Der Start untermauert die zunehmende Startfrequenz im Kleinsatelliten-Geschäft und stärkte damit die Erwartungen an kurzfristig realisierbare Umsätze.

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Zur Wochenmitte zog die Aktie deutlich an: Am Mittwoch stieg sie um 6,5% und erreichte in der Spitze 75,77 US-Dollar, bevor sie bei 74,42 US-Dollar schloss. Begleitet wurde der Kursanstieg von einem Handelsvolumen von rund 19 Millionen Aktien.

Branchenstimmung hilft – Neutron mit Rückschlag

Zusätzlichen Rückenwind lieferte zuletzt das Umfeld im Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungssektor. In einem Markt, in dem geopolitische Spannungen verteidigungsnahe Werte stützen, profitieren auch Unternehmen mit Berührungspunkten zu staatlicher Nachfrage.

Rocket Lab baut dabei seine Beteiligung an Hyperschall-Testmissionen für das US-Verteidigungsministerium aus und positioniert sich damit stärker auch jenseits rein kommerzieller Starts.

Ganz ohne Gegenwind geht es aber nicht: Bei einem Druckqualifikationstest kam es laut Berichten zu einem Riss in einem Stage-1-Tank der Neutron-Rakete. Das trübt die Erwartungen an den Erstflug des größeren Trägers und könnte dessen geplantes Debüt verzögern. Neutron gilt als wichtiger Wachstumstreiber, weil damit größere Nutzlasten und attraktivere Regierungsaufträge möglich werden.

Zahlen und Analysten vor dem 26. Februar

Der nächste harte Prüfstein folgt bereits nächste Woche: Am 26. Februar legt Rocket Lab die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Im Konsens werden für das Quartal 177,9 Mio. US-Dollar Umsatz erwartet – ein Plus von 34,38% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnen Analysten mit rund 600 Mio. US-Dollar Umsatz.

Auch an der Analystenfront gab es Bewegung: Bank of America hob im Januar das Kursziel auf 120 US-Dollar an und blieb bei „Buy“. Goldman Sachs erhöhte das Ziel auf 69 US-Dollar und blieb bei „Neutral“. TD Cowen bekräftigte „Buy“, Morgan Stanley stufte auf „Overweight“ hoch. Im Schnitt liegt das Kursziel laut Marktdaten bei 72,92 US-Dollar, das Gesamturteil bei „Moderate Buy“.

Der Fokus liegt damit klar auf dem 26. Februar: Die Umsatzentwicklung und der Ausblick dürften zeigen, ob die operative Dynamik aus dem Electron-Geschäft den jüngsten Neutron-Rückschlag an der Börse überlagern kann.

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