Nach einem brutalen Kursverfall von fast 75 Prozent schöpfen Anleger wieder Hoffnung. Der Einstieg eines bekannten aktivistischen Investors sorgt für Fantasie in der massiv unter Druck geratenen Aktie. Kann der geforderte radikale Umbau das Ruder beim Fintech-Konzern endlich herumreißen?

Forderung nach Strategiewechsel

Der aktivistische Investor Jana Partners hat eine Beteiligung an Fiserv aufgebaut und drängt auf operative Veränderungen. Ziel ist es, den Unternehmenswert durch eine klare Fokussierung zu steigern. Die Nachricht löste am Dienstag eine Kaufwelle aus, die den Kurs um fast 7 Prozent nach oben trieb, bevor Gewinnmitnahmen die Erholung im Wochenverlauf wieder etwas dämpften.

Jana Partners fordert konkret eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft: die Bereitstellung essenzieller Technologie für den Bankensektor. Der Investor sieht hier stabile Ausgabentrends, die Fiserv bisher nicht optimal nutzt. Auf der Agenda stehen eine umfassende strategische Überprüfung und der Verkauf von Randbereichen, die nicht zum Wachstum beitragen.

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Unterstützung für den CEO

Bemerkenswert ist die Haltung gegenüber dem Management. Berichten zufolge stärkt Jana Partners dem erst seit Mai 2025 amtierenden CEO Mike Lyons den Rücken. Das Unternehmen bestätigte den Dialog mit den Aktionären und signalisierte Offenheit für Vorschläge, die den laufenden "One Fiserv"-Aktionsplan unterstützen.

Der Handlungsdruck ist indes enorm. Seit den enttäuschenden Quartalszahlen im Oktober 2025 und einer gekappten Prognose befindet sich die Aktie im freien Fall. Vom 52-Wochen-Hoch bei über 238 US-Dollar ist das Papier auf das aktuelle Niveau von gut 61 US-Dollar (Stand: heute Vormittag) abgestürzt.

Günstige Bewertung lockt

Durch den massiven Kursrutsch ist die Bewertung des Unternehmens auf ein historisch niedriges Niveau gesunken. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 34 Milliarden US-Dollar und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 10 preist der Markt derzeit viel Pessimismus ein.

Für Anleger verlagert sich der Fokus nun vollständig auf die Umsetzung der geforderten Maßnahmen. Gelingt es dem Management, durch den Verkauf unrentabler Sparten Kapital freizusetzen und das Kerngeschäft zu stärken, könnte die aktuelle Bewertung den Boden der Korrektur markieren.

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