Warner Bros. Discovery Aktie: Prüfung auf mehreren Fronten
Der geplante Zusammenschluss von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery sieht sich mit wachsendem Widerstand konfrontiert — und das gleichzeitig aus Washington, Brüssel und Sacramento. Sieben demokratische US-Senatoren, EU-Regulatoren und das Justizministerium stellen die Konditionen und das Timing des 111-Milliarden-Dollar-Deals in Frage.
Senatorenbrief rückt Tencent und Golfstaaten ins Visier
Im Mittelpunkt der politischen Debatte steht die Frage, wer den Deal eigentlich finanziert. In einem Brief vom 23. März forderten sieben Senatoren unter Führung von Cory Booker (D-N.J.) die FCC auf, alle ausländischen Kapitalgeber einer gründlichen Prüfung zu unterziehen — darunter Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie den chinesischen Technologiekonzern Tencent.
Besonders Tencent ist den Senatoren ein Dorn im Auge. Das Unternehmen würde durch den Deal indirekt Einfluss auf CBS News und CNN gewinnen. Die Senatoren sehen darin „multiple Wege für ausländischen Einfluss auf amerikanische Journalisten und Inhalte". Pikant: Der Brief richtet sich direkt gegen FCC-Chef Brendan Carr, der den Deal zuvor als „ziemlich schnell" genehmigbar bezeichnet hatte.
Regulatorischer Druck von drei Seiten
Parallel dazu meldete sich das US-Justizministerium zu Wort. Der neue Leiter der Kartellrechtsabteilung bezeichnete Berichte über eine politisch motivierte Schnellgenehmigung als „lächerlich" und stellte klar, dass ein Fast-Track „absolut nicht" in Frage komme. Auch Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta bestätigte eine laufende staatliche Untersuchung.
In Brüssel trafen sich Vertreter der europäischen Kinobranche am 24. März mit EU-Kommissionsbeamten. Formal wurde die Übernahme bei der EU-Kommission noch nicht angemeldet. Sollte es zu einer vertieften Prüfung kommen, würde allein das Verfahren mindestens 90 Tage in Anspruch nehmen — was den angestrebten Abschluss im dritten Quartal 2026 unter Druck setzen würde. Marktdaten zufolge käme ein fusioniertes Unternehmen in Europa auf einen Marktanteil von unter 20 Prozent, was die Hürde für ein Eingreifen der EU-Kommission senkt.
Zaslav-Paket sorgt für Aufsehen
Neben der regulatorischen Gemengelage zieht auch die Vergütungsstruktur für CEO David Zaslav Aufmerksamkeit auf sich. Laut Pflichtmitteilungen stehen ihm bei einem erfolgreichen Abschluss Zahlungen von bis zu rund 886,8 Millionen Dollar zu — darunter etwa 500 Millionen Dollar in Aktienprämien sowie bis zu 335 Millionen Dollar für die sogenannte „Golden Parachute"-Steuer, eine Abgabe auf überdurchschnittliche Abfindungen bei Kontrollwechseln.
Analysten bleiben nüchtern
MoffettNathanson stufte WBD von „Buy" auf „Neutral" herab, nachdem Paramount Skydance als Käufer feststand. Wells Fargo nahm die Abdeckung mit „Equal Weight" und einem Kursziel von 31 Dollar — dem vereinbarten Übernahmepreis — wieder auf. Beide Einschätzungen spiegeln die Erwartung wider, dass der Kurs bis zum Abschluss weitgehend durch den Angebotspreis gedeckelt bleibt.
Paramount hat zugesagt, für jedes Quartal nach dem dritten Quartal 2026, in dem der Deal noch nicht abgeschlossen ist, eine „Ticking Fee" von 25 Cent je Aktie an die WBD-Aktionäre zu zahlen. Wie lange diese Uhr tickt, hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell FCC, DOJ und EU-Kommission ihre Prüfungen abschließen.
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