Monatelang lieferten sich die Schwergewichte der Unterhaltungsindustrie eine intensive Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery. Nun hat Paramount Skydance den Konkurrenten Netflix endgültig ausgestochen und sichert sich das Medienimperium für knapp 111 Milliarden US-Dollar. Während die Führungsriege bereits Kasse macht, blicken Anleger auf die entscheidende Abstimmung am kommenden Freitag.

Aktionärsdruck erzwingt Kurswechsel

Ursprünglich hatte sich das Management bereits Anfang Dezember 2025 mit Netflix auf eine Fusion geeinigt. Daraufhin übten der aktivistische Investor Ancora Holdings und der Hedgefonds Pentwater Capital massiven Druck auf den Vorstand aus. Sie forderten eine Rückkehr an den Verhandlungstisch, da das nachgebesserte Barangebot von Paramount wirtschaftlich deutlich attraktiver sei. Letztlich lenkte die Führungsebene Ende Februar ein. Paramount übernimmt nun das gesamte Unternehmen inklusive der linearen Kabelsender, die eigentlich in eine separate Gesellschaft abgespalten werden sollten.

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Um den Deal abzusichern, bietet Paramount 31 US-Dollar je Aktie in bar und übernimmt die fällige Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar an Netflix. Zusätzlich wurde eine regulatorische Ausfallgebühr von 7 Milliarden Dollar vereinbart, falls Kartellwächter die Übernahme blockieren. An der Börse notiert der Titel aktuell bei 23,72 Euro, was den Bewertungsabschlag aufgrund der noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen widerspiegelt.

Bemerkenswert ist die Reaktion der Chefetage auf die Einigung. Unmittelbar nach Bekanntgabe meldeten CEO David Zaslav und weitere Top-Manager den Verkauf von Millionen Aktien im Wert von über 114 Millionen Dollar an. Auf institutioneller Seite hatte der Vermögensverwalter Jericho Capital seine Position im Vorfeld bereits mehr als verdoppelt.

Gemischte Bilanz vor der Abstimmung

Bevor die Anteilseigner am 20. März über den Zusammenschluss entscheiden, präsentierte der Medienkonzern durchwachsene Geschäftszahlen. Im vierten Quartal verfehlte das Ergebnis je Aktie mit einem Verlust von 0,10 US-Dollar die Analystenschätzungen. Dennoch markierte das Gesamtjahr mit einem Nettogewinn von 728 Millionen US-Dollar bei Erlösen von 37,3 Milliarden US-Dollar die Rückkehr in die Profitabilität.

Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens fällt auf der Hauptversammlung an diesem Freitag. Stimmen die Aktionäre zu, beginnt ein voraussichtlich sechs- bis achtzehnmonatiger Prozess bis zum Abschluss der Transaktion. Analysten der Bank of America warnen bereits vor erheblichen Integrationsrisiken und strengen behördlichen Prüfungen, die den Zeitplan des Mega-Deals verzögern könnten.

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