In einer Woche entscheiden die Aktionäre von Warner Bros. Discovery über eine der größten Medientransaktionen der jüngeren Geschichte. Paramount Skydance hat sich mit einem Angebot von 111 Milliarden Dollar gegen Netflix durchgesetzt — und das Rennen um Hollywood war selten so turbulent wie diesmal.

Wie Paramount Netflix ausstach

Der Weg zum heutigen Stand war alles andere als geradlinig. Netflix hatte zunächst eine Einigung mit WBD erzielt, die Studios und HBO Max für rund 83 Milliarden Dollar umfasste. Dann legte Paramount nach: Das revidierte Angebot vom 26. Februar 2026 bewertet WBD-Aktien mit 31 Dollar je Stück und schließt das gesamte Unternehmen ein — inklusive der linearen Kabelsender wie CNN, TNT oder Discovery Channel. Das WBD-Board stufte das Angebot als überlegen ein, Netflix zog sich zurück.

Zu den Konditionen, die den Ausschlag gaben: Paramount übernimmt die 2,8 Milliarden Dollar Ausstiegsgebühr, die WBD an Netflix zahlen müsste, und sichert im Falle eines regulatorischen Scheiterns eine Breakup Fee von 7 Milliarden Dollar zu.

David Ellison, CEO von Paramount Skydance, trat erstmals persönlich vor rund 160 WBD-Führungskräfte in Burbank. Er skizzierte die Ambitionen des kombinierten Konzerns: 30 Filme pro Jahr, 18 Milliarden Dollar bereinigtes EBITDA und 6 Milliarden Dollar Synergien.

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Insider verkaufen, Analysten stufen ab

Parallel zum Übernahmeabschluss haben mehrere WBD-Topmanager ihre Aktien verkauft. CEO David Zaslav reichte SEC-Unterlagen für den Verkauf von mehr als 4 Millionen Aktien im Wert von rund 114 Millionen Dollar ein. Auch CFO Gunnar Weidenfels, Streaming-Chef JB Perrette sowie die Manager Bruce Campbell und Gerhard Zeiler veräußerten Anteile im Millionenbereich.

Die Analystenreaktion auf den Deal fiel überwiegend negativ aus. MoffettNathanson, Deutsche Bank und Huber Research stuften die Aktie zurück — teils von "Buy" auf "Neutral", teils drastischer. Raymond James senkte das Rating sogar auf "Underperform" und verwies auf Risiken für den freien Cashflow. Bank of America warnte vor erheblichen Integrations- und Umsetzungsrisiken, die den Nutzen des Deals auf Jahre verzögern könnten. Das durchschnittliche Kursziel von 16 befragten Analysten liegt mit 25,99 Dollar deutlich unter dem Angebotspreis von 31 Dollar.

Die WBD-Aktie notiert aktuell bei rund 23,86 Euro — der Abstand zum Angebotspreis spiegelt die Unsicherheit über Zeitplan und regulatorische Hürden wider.

Abstimmung am 20. März

Am 20. März 2026 findet die außerordentliche Hauptversammlung statt. Beide Boards haben dem Deal bereits einstimmig zugestimmt, der Abschluss ist für Ende des dritten Quartals 2026 geplant. Bis dahin bleibt der Kurs eng an die Deal-Mechanik gekoppelt: Gelingt die Abstimmung, dürfte sich der Spread zum Angebotspreis von 31 Dollar schrittweise schließen — scheitert sie, droht eine deutliche Neubewertung.

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