Warner Bros. Discovery Aktie: Aktionäre entscheiden
Am Freitag stimmen Warner Bros. Discovery-Aktionäre über eine Transaktion ab, die ursprünglich gar nicht zur Abstimmung stand. Einberufen wurde das Sondertreffen für den Netflix-Deal — vollzogen wird es für Paramount Skydance.
Wie Paramount Netflix ausstach
Die Chronologie ist entscheidend. Als WBD die Hauptversammlung für den 20. März 2026 ansetzte, empfahl der Vorstand einstimmig den Zusammenschluss mit Netflix. Diese Empfehlung hielt keine zwei Monate.
Am 17. Februar 2026 erhielt WBD einen vertraglichen Verzicht von Netflix und nahm daraufhin Gespräche mit Paramount wieder auf. Neun Tage später bewertete der WBD-Vorstand Paramounts überarbeitetes Angebot von 110,9 Milliarden Dollar — 31 Dollar je Aktie — als überlegen. Netflix verzichtete auf ein Gegenangebot und zog sich zurück.
Paramount hatte zuvor zweimal abschlägige Antworten erhalten. Der Durchbruch gelang mit einem entscheidenden Zugeständnis: Paramount verpflichtete sich, die 2,8 Milliarden Dollar Vertragsstrafe zu übernehmen, die WBD beim Ausstieg aus dem Netflix-Deal fällig würde. Zusätzlich sicherte Paramount eine sogenannte Ticking Fee zu — 0,25 Dollar je Aktie pro Quartal, falls der Deal nicht bis zum 30. September 2026 abgeschlossen ist.
Schulden, Regulierung, Integration
Der Weg zur Vollendung ist lang. Zwar ist die US-amerikanische Kartellprüfung nach dem Hart-Scott-Rodino-Verfahren abgeschlossen, doch Netflix bestritt, dass dies einer regulatorischen Genehmigung gleichkommt. Parallel laufen Prüfungen durch den kalifornischen Generalstaatsanwalt sowie durch Behörden in der EU und Großbritannien.
Finanziell steht das kombinierte Unternehmen vor einer strukturellen Herausforderung: 47 Milliarden Dollar Eigenkapital — vollständig von der Ellison-Familie und RedBird Capital Partners gezeichnet — stehen einem Schuldenberg von 79 Milliarden Dollar gegenüber. Ellison kalkuliert mit 6 Milliarden Dollar Synergieeffekten, was intern bereits Sorgen über Stellenabbau ausgelöst hat.
Das IP-Portfolio des fusionierten Konzerns wäre beachtlich: Game of Thrones, Harry Potter, Mission Impossible, das DC-Universum und SpongeBob SquarePants unter einem Dach. Operativ müssen Max und Paramount+ zu einer Plattform zusammenwachsen — zwei Unternehmenskulturen inklusive.
Der Kurs als Stimmungsbarometer
Dass WBD-Aktien derzeit rund 13 Prozent unter dem vereinbarten Angebotspreis von 31 Dollar notieren, ist kein Zufall. Der Abstand spiegelt die verbleibende Unsicherheit über regulatorische Hürden und den langen Zeitrahmen bis zum Abschluss wider — der Deal soll 6 bis 18 Monate nach Aktionärszustimmung vollzogen werden. Gemessen am Kurs vor einem Jahr hat die Aktie dennoch mehr als 150 Prozent zugelegt, getrieben vom Bieterwettstreit.
Die Abstimmung am Freitag ist der erste formale Schritt — die eigentliche Bewährungsprobe folgt in den Regulierungsbehörden von Sacramento bis Brüssel.
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