Warner Bros Aktie: Übernahme-Check
Warner Bros. Discovery steht mitten in einem Übernahmepoker – und der Vorstand muss zwei sehr unterschiedliche Angebote gegeneinander abwägen. Dabei geht es nicht nur um den Preis, sondern vor allem um die Struktur: Komplettübernahme oder Rosinenpickerei bei den wertvollsten Sparten. Genau diese Entscheidung spiegelt den Umbau der Medienbranche wider, in der Streaming und Studio-Assets immer stärker ins Zentrum rücken.
Zwei Angebote, zwei Strategien
Laut dem Quelltext liegt ein überarbeitetes Angebot von Paramount Skydance auf dem Tisch: 31 US-Dollar je Aktie für die komplette Gesellschaft. Netflix bietet weniger – 27,75 US-Dollar je Aktie –, zielt aber ausdrücklich nur auf Streaming- und Studio-Assets und nicht auf einen vollständigen Konzernkauf.
Damit bewertet das Management nicht nur, welches Angebot „höher“ ist, sondern welche Variante unterm Strich den größeren Unternehmenswert liefert. Die Kernfrage lautet: Was ist für die Aktionäre attraktiver – ein sauberer Exit über eine Komplettübernahme oder ein Deal, der sich auf die Wachstumsteile konzentriert und andere Bereiche außen vor lässt?
Traditionelles TV bremst – Streaming wächst weiter
Die Prüfung der Offerten fällt in eine Phase, in der das klassische TV-Geschäft branchenweit unter Druck steht. Paramount Skydance rechnet für das erste Quartal 2026 mit einem Umsatz zwischen 7,15 und 7,35 Mrd. US-Dollar und liegt damit unter früheren Markterwartungen (7,36 Mrd. US-Dollar). Als Belastungsfaktor nennt der Quelltext vor allem das Legacy-TV: Im vierten Quartal 2025 sanken die TV-Media-Umsätze im Jahresvergleich um 5% auf 4,71 Mrd. US-Dollar.
Gleichzeitig zeigt der Blick auf Streaming und Film, warum die Premium-Assets so begehrt sind. Paramount kam im vierten Quartal 2025 insgesamt auf 8,15 Mrd. US-Dollar Umsatz und lag damit knapp über den Schätzungen. Die Filmsparte legte um 16% zu – getrieben durch die jüngste Skydance-Konsolidierung. Und Paramount+ erreichte bis Ende 2025 rund 78,9 Mio. zahlende Abonnenten.
Sportrechte werden zum Streaming-Test
Ein zweiter Treiber im Hintergrund: Live-Sport wandert immer stärker vom linearen TV zu Streaming-Plattformen. Die US-Medienaufsicht FCC hat dazu eine öffentliche Konsultation gestartet. Wie fragmentiert das Angebot bereits ist, zeigt die NFL-Saison 2025: Spiele liefen laut Quelltext über zehn verschiedene Dienste, darunter Amazon Prime Video, YouTube, Peacock und Netflix. Eingereichte Branchenschätzungen gehen davon aus, dass Verbraucher für den Zugang zu allen Spielen über 1.500 US-Dollar zahlen könnten.
Dass Streaming technisch zunehmend mithalten kann, unterstreicht ein weiteres Beispiel: Eine US-Eishockeyübertragung erreichte 18,6 Mio. Live-Zuschauer, davon 3,7 Mio. über Streaming.
Zum Bild gehört aber auch: Regulierung zieht an. In Großbritannien unterwirft Ofcom große Streaming-Plattformen mit mehr als 500.000 Zuschauern inzwischen ähnlichen Regeln wie klassische TV-Sender.
Die Aktie schloss am Mittwoch bei 24,48 Euro. Nach dem starken Lauf der vergangenen zwölf Monate liegt der Kurs nur noch rund 4% unter dem 52‑Wochen‑Hoch – der Markt preist den Wert der Inhalte und Plattformen damit bereits spürbar ein.
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