Ethereum steckt in einem markanten Dilemma. Während die Ethereum Foundation eine umfassende Staking-Offensive startet und Entwickler entscheidende Upgrades für 2026 fixieren, reagiert der Markt mit Flucht. Der Kurs leidet unter einem historisch schwachen Jahresstart, doch hinter den Kulissen wird die Infrastruktur massiv umgebaut, um das Netzwerk unabhängiger und widerstandsfähiger zu machen.

Staking statt Verkauf

Die Ethereum Foundation hat offiziell damit begonnen, Teile ihres Vermögens aktiv zu staken. Geplant ist der Einsatz von insgesamt rund 70.000 ETH, wobei die erste Tranche von über 2.000 ETH bereits eingezahlt wurde. Die erwirtschafteten Erträge fließen direkt zurück in die Kasse der Stiftung. Dieser Schritt markiert eine Abkehr von der bisherigen Praxis, ETH lediglich passiv zu halten oder zur Finanzierung des laufenden Betriebs zu verkaufen.

Technisch setzt die Foundation dabei auf Open-Source-Tools wie Dirk und Vouch, um Single Points of Failure zu vermeiden. Durch die Nutzung verschiedener Clients und Standorte soll die Dezentralisierung des Netzwerks gestärkt werden. Das Ziel ist klar: Statt Reserven abzubauen, soll eine nachhaltige Rendite generiert werden, um Forschung und Ökosystem-Entwicklung langfristig zu finanzieren.

Kampf gegen Zensur und neue Roadmap

Parallel zur finanziellen Neuausrichtung rüstet das Netzwerk technisch auf. Für das zweite Halbjahr 2026 wurde das „Hegota“-Upgrade bestätigt, das den sogenannten FOCIL-Mechanismus einführt. Dieser soll verhindern, dass eine kleine Gruppe zentralisierter Block-Builder Transaktionen zensieren kann – ein entscheidender Faktor angesichts weltweit zunehmender Regulierung.

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Gleichzeitig skizzierte Forscher Justin Drake eine neue technische Roadmap, die sieben Hard Forks bis zum Jahr 2029 vorsieht. Zu den Kernzielen gehören eine extrem schnelle Finalität von Transaktionen und eine drastische Erhöhung des Durchsatzes ("Gigagas").

Massiver Verkaufsdruck belastet

Die ambitionierten Pläne prallen derzeit auf eine harte Markt-Realität. Ethereum notiert aktuell bei rund 2.065 US-Dollar und hat seit Jahresbeginn über 31 Prozent an Wert verloren. Ein wesentlicher Treiber für die Schwäche sind anhaltende Abflüsse aus den Spot-ETFs, die allein in der vergangenen Woche über 123 Millionen Dollar verloren – die fünfte Woche mit Mittelabflüssen in Folge.

Zusätzlich drückten Verkäufe durch Co-Founder Vitalik Buterin auf die Stimmung. Daten von Arkham Intelligence zufolge veräußerte er im Februar rund 17.000 ETH, um diverse Projekte im Bereich Privatsphäre und Open-Source-Software zu unterstützen. Diese stetigen Verkäufe trafen auf einen ohnehin verunsicherten Markt, was den „Extreme Fear“-Status im Sentiment weiter zementierte.

Fazit

Die Diskrepanz zwischen der Protokoll-Weiterentwicklung und der Preisentwicklung bestimmt das aktuelle Bild. Während die Foundation durch das eigene Staking den strukturellen Verkaufsdruck langfristig mindern will, dominieren kurzfristig die ETF-Abflüsse und makroökonomische Faktoren das Geschehen. Eine nachhaltige Bodenbildung hängt nun davon ab, ob das institutionelle Kapital nach der aktuellen Verkaufswelle zurückkehrt und die technischen Upgrades als fundamentaler Werttreiber anerkannt werden.

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