Warner Bros. Discovery ist gerade der Spielball zweier Giganten: Netflix und Paramount Skydance liefern sich ein Rennen um die Kontrolle – und jetzt mischt auch noch das US-Justizministerium mit. Denn ausgerechnet Netflix’ Gebot steht plötzlich kartellrechtlich im Fokus. Was bedeutet das für den Zeitplan und die Chancen der beiden Offerten?

DOJ nimmt Netflix ins Visier

Am 22. Februar hat das US-Justizministerium (DOJ) eine kartellrechtliche Untersuchung zu Netflix’ Angebot über 82,7 Mrd. US-Dollar eröffnet. Im Kern geht es um die Frage, ob ein Zusammenschluss Netflix zu viel Marktmacht gegenüber unabhängigen Filmemachern und Produzenten geben könnte – mit möglichen Verstößen gegen den Clayton oder Sherman Act.

Dazu hat die Behörde sogenannte „Civil Investigative Demands“ an Kreative und Produzenten verschickt. Die Empfänger sollen bis zum 23. März antworten. Laut Bericht lief die Prüfung schon seit Wochen und fiel zeitlich mit einer Senatsanhörung von Netflix-Co-CEO Ted Sarandos am 3. Februar zusammen.

Netflix’ Chefjurist David Hyman weist Monopolvorwürfe zurück und kündigte Kooperation an. Zudem versprach Netflix, das Content-Budget von 20 Mrd. US-Dollar für 2026 beizubehalten – ein Signal, dass der Konzern trotz regulatorischer Wolken Kurs halten will.

Paramount passiert erste Hürde – doch Risiken bleiben

Parallel dazu hat Paramount Skydance mit seinem feindlichen Gebot über 108,4 Mrd. US-Dollar für das gesamte Unternehmen eine erste formale US-Hürde genommen: Die Hart-Scott-Rodino-Wartefrist ist abgelaufen. Das nimmt kurzfristig juristischen Druck aus dem Prozess, ist aber noch keine inhaltliche Freigabe.

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Bemerkenswert ist die Finanzierung: Laut Quelltext ist das Angebot vollständig durchfinanziert – mit 43,6 Mrd. US-Dollar Eigenkapital (Ellison-Familie und RedBird Capital) sowie 54 Mrd. US-Dollar Fremdfinanzierung. Zusätzlich sollen auch Staatsfonds aus dem Nahen Osten beteiligt sein. Netflix argumentiert, das könne Fragen der nationalen Sicherheit aufwerfen. Rückendeckung bekommt Paramount zudem von den aktivistischen Investoren Ancora und Pentwater Capital, die sich öffentlich hinter das Angebot gestellt haben.

Fristen, Struktur – und die nächsten Termine

Der Verwaltungsrat hatte Paramounts früheres Angebot von 30 US-Dollar je Aktie zwar abgelehnt, aber ein sieben Tage langes Zeitfenster für ein finales, verbessertes Gebot eingeräumt. Diese Frist endet heute, am 23. Februar. Paramount-Vertreter hatten laut Quelltext mündlich signalisiert, auf 31 US-Dollar je Aktie gehen zu wollen. Zusätzlich enthält die Offerte eine „Ticking Fee“ von 0,25 US-Dollar je Aktie pro Quartal nach dem 31. Dezember 2026 – und die Übernahme einer Ausstiegsgebühr („Termination Fee“) von 2,8 Mrd. US-Dollar, die an Netflix zahlbar wäre.

Der Verwaltungsrat empfiehlt einstimmig die Netflix-Transaktion, die 27,75 US-Dollar je Aktie vorsieht. Teil des Plans ist außerdem ein Spin-off der linearen TV-Sender (u.a. CNN und TLC) in eine neue Einheit namens „Discovery Global“.

Am Markt zeigt sich, wie aufgeheizt die Lage ist: Mit 24,41 € liegt die Aktie nur rund 4,4% unter dem 52‑Wochen‑Hoch und hat in den vergangenen 12 Monaten stark zugelegt.

Am Donnerstag, dem 26. Februar, stehen die Q4- und Gesamtjahreszahlen 2025 an. Der nächste große Meilenstein folgt am 20. März: Dann sollen die Aktionäre in einer Sondersitzung über die Netflix-Fusion abstimmen.

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