Vulcan Energy hat die Finanzierung für das Lionheart-Projekt gesichert und damit einen zentralen Unsicherheitsfaktor ausgeräumt. Die Aktie hat in den vergangenen zwei Wochen deutlich zugelegt, tritt nach diesem Anstieg kurzfristig aber etwas auf der Stelle. Entscheidend ist nun, ob das aktuelle Kursniveau als neue Basis für den nächsten Schritt nach oben dienen kann.

  • Kurs gestern: A$4,40
  • Veränderung gestern: -0,23 %
  • Zwei-Wochen-Performance: +19,57 %
  • Marktkapitalisierung: ca. A$1,93 Mrd.
  • 52-Wochen-Spanne: A$2,81 – A$6,29

Konsolidierung nach starkem Anstieg

Am letzten Handelstag eröffnete die Aktie bei A$4,41, das Tagestief lag bei A$4,34, das Hoch bei A$4,50. Der Schlusskurs von A$4,40 bedeutet einen leichten Rückgang um A$0,01.

Mit einem Handelsvolumen von rund 2,35 Millionen Aktien blieb das Interesse hoch. Nach dem jüngsten Anstieg von knapp 20 % über zwei Wochen wirkt die aktuelle Seitwärtsbewegung wie eine technische Verschnaufpause.

Ein im Dezember generiertes Kaufsignal hatte die Aufwärtsbewegung angestoßen. Charttechnisch wird derzeit ein Unterstützungsbereich um A$3,97 getestet, der aktuelle Kurs liegt aber weiter klar darüber.

Lionheart-Projekt vollständig finanziert

Der wichtigste Kurstreiber ist die Bestätigung, dass Phase 1 des Lionheart-Projekts nun vollständig durchfinanziert ist. Ende Dezember hat Vulcan Energy ein Bezugsrechtsangebot für Privatanleger abgeschlossen und dabei rund 147 Mio. Euro (A$263 Mio.) eingeworben.

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Dieses Retail-Angebot war der letzte Baustein eines größeren Eigenkapitalpakets über insgesamt 545 Mio. Euro (A$973 Mio.). Die Mittel sollen ausreichen, um Vulcan bis zum Erreichen der ersten operativen Cashflows zu finanzieren, ohne dass kurzfristig weitere Kapitalerhöhungen nötig werden.

HOCHTIEF baut Anteil aus

Eine zentrale Rolle in der Strukturierung der Finanzierung spielt der strategische Partner HOCHTIEF. Der Baukonzern hat Shortfall-Aktien aus dem Angebot übernommen und seinen Anteil auf rund 15,41 % erhöht.

Damit entfallen zuvor geplante, an Bedingungen geknüpfte Zusatzplatzierungen, was die Kapitalstruktur vereinfacht. Am Markt gilt der erhöhte Anteil eines industriellen Partners als Signal des Vertrauens in das Zero-Carbon-Lithium-Konzept von Vulcan.

Ausblick: Fokus auf Umsetzung

Mit dem Etikett „fully funded“ verlagert sich der Schwerpunkt klar von der Finanzierung auf die Projektumsetzung. Ein wesentlicher Bewertungsabschlag, der viele Vorproduktionsunternehmen belastet, fällt damit weg.

Konkret bedeutet das:
1. Die Mittel fließen in die Umsetzung von Phase 1 des Lionheart-Projekts im Oberrheingraben.
2. Die Finanzierungspanne reicht bis zum Start der kommerziellen Produktion und zu ersten Einnahmen.
3. Der Ausstieg einzelner größerer Altinvestoren, etwa Mitsubishi UFJ, wurde durch den höheren HOCHTIEF-Anteil und die erfolgreiche Privatanleger-Emission kompensiert.

Die Aktie zeigt weiterhin eine erhöhte Schwankungsbreite, was für Unternehmen im Übergang vom Entwickler zum Produzenten typisch ist. Kurzfristig überwiegt der positive Impuls, auch wenn der langfristige Trend aus technischer Sicht noch nicht vollständig gedreht ist.

Der kleine Rücksetzer zum Wochenschluss ist vor diesem Hintergrund eine normale Reaktion auf den schnellen Kursanstieg. Für die kommenden Monate wird maßgeblich sein, in welchem Tempo Vulcan die angekündigten Bau- und Projektmeilensteine im Jahr 2026 erreicht und damit die aktuelle Bewertungsbasis untermauert.

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