Vulcan Energy setzt sein Lithium-Projekt in die Tat um. Nach jahrelanger Planung laufen die Bauarbeiten für Europas ambitioniertestes heimisches Lithiumprojekt. Mit 2,2 Milliarden Euro gesicherter Finanzierung und verbindlichen Abnahmeverträgen nimmt das Lionheart-Projekt im deutschen Oberrheintal konkrete Formen an.

Vom Plan zur Baustelle

Seit Dezember 2025 ist die Entscheidung gefallen: Vulcan baut. Die integrierte Anlage in Landau und die zentrale Verarbeitungsanlage in Frankfurt-Höchst sind in Arbeit. Alle wesentlichen Baugenehmigungen liegen vor.

Das Besondere: Vulcan gewinnt Lithium aus geothermischen Tiefenwässern – eine Methode, die Ressourcengewinnung mit erneuerbarer Energieerzeugung verbindet. Die Geothermie-Anlage in Landau soll künftig nicht nur Lithium liefern, sondern auch Fernwärme für die Stadt.

Für die zentrale Lithiumanlage hat Vulcan einen Mietvertrag im Industriepark Höchst unterzeichnet. Dort entsteht die Produktionsstätte für Lithiumhydroxid-Monohydrat, den Rohstoff für Batterien der europäischen Autoindustrie.

Förderraten übertreffen Prognosen

Die ersten Bohrtests am Standort Schleidberg zeigen Förderraten zwischen 105 und 125 Litern pro Sekunde – deutlich über den ursprünglich veranschlagten 84 bis 94 Litern. Lithiumkonzentration und Gesteinsqualität entsprechen den Erwartungen.

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Phase Eins des Lionheart-Projekts zielt auf eine jährliche Produktionskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid ab. Das reicht für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Als Koppelprodukte entstehen 275 Gigawattstunden Strom und 560 Gigawattstunden Wärme pro Jahr – über eine geschätzte Projektlaufzeit von 30 Jahren.

Glencore steigt ein

Zuletzt sicherte sich Vulcan einen weiteren Großkunden: Rohstoffhändler Glencore verpflichtet sich, über acht Jahre zwischen 36.000 und 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid abzunehmen. Der Vertrag ist verbindlich und preislich fixiert.

Damit komplettiert Glencore das Abnehmer-Quartett. Stellantis, LG Energy Solution und Umicore hatten bereits zugesagt. Die Verträge laufen zwischen sechs und zehn Jahren und folgen dem Take-or-Pay-Prinzip: Die Kunden zahlen, ob sie abnehmen oder nicht.

Für Kreditgeber bedeutet das Planungssicherheit. Für Autohersteller und Batterieproduzenten löst es ein anderes Problem: Die EU verschärft Nachweispflichten für CO₂-Fußabdrücke in Lieferketten. Vulcans europäisches, CO₂-armes Lithium erfüllt diese Anforderungen.

Institutionelle Investoren erhöhen Beteiligung

Van Eck Associates hat seine Position in Vulcan Energy deutlich ausgebaut. Der US-Vermögensverwalter hält mittlerweile 5,04 Prozent der Stimmrechte – ein Anstieg von zuvor 3,92 Prozent. Die Schwelle zur Meldepflicht ist überschritten.

Die Standortwahl Deutschland positioniert Vulcan im Zentrum der EU-Rohstoffstrategie. Brüssel will die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten reduzieren. Lionheart demonstriert, wie das funktionieren könnte.

Produktion ab 2028 geplant

Die Bauarbeiten laufen, die Finanzierung steht, die Abnehmer sind gebunden. Ab 2028 soll Lionheart Lithium liefern. Vulcan hat die Planungsphase abgeschlossen. Jetzt zählen gelieferte Meilensteine im Oberrheintal.

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