BYD Aktie: Klage gegen Trump
Der weltgrößte E-Auto-Hersteller zieht vor Gericht – und fordert Millionen zurück. BYD verklagt die US-Regierung wegen der Zölle und könnte damit einen Präzedenzfall schaffen. Gleichzeitig kämpft der Konzern auf dem Heimatmarkt mit wachsender Konkurrenz, während neue Batterie-Technologien für Aufmerksamkeit sorgen.
Juristische Offensive in den USA
Am 26. Januar reichten vier US-Tochtergesellschaften von BYD beim US-Handelsgericht eine Klage ein. Ziel: Die seit April 2025 erhobenen Zölle für rechtswidrig erklären zu lassen und sämtliche bereits gezahlten Abgaben zurückzuerhalten. Das Unternehmen argumentiert, das Gesetz autorisiere keine Grenzsteuern. Die Klage ist die erste dieser Art von einem chinesischen Autobauer und reiht sich ein in eine Welle ähnlicher Beschwerden tausender globaler Firmen.
BYD verkauft zwar keine Pkw in den USA, betreibt dort aber Geschäfte mit Bussen, Nutzfahrzeugen, Batterien, Energiespeichern und Solarpanels. Das Lkw-Werk in Lancaster, Kalifornien, beschäftigt laut Unternehmenswebsite 750 Mitarbeiter. Präsident Trump hat wiederholt vor chinesischen Autos gewarnt, gelegentlich aber auch signalisiert, chinesische Hersteller willkommen zu heißen, die in den USA produzieren.
Der Oberste Gerichtshof wird separat über die Rechtmäßigkeit der Zölle entscheiden. US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte vergangene Woche, das Gericht nehme sich Zeit angesichts der enormen Tragweite der Entscheidung.
Absatzschwäche trifft auf aggressive Konkurrenz
Während BYD in den USA juristisch vorgeht, läuft es auf dem wichtigsten Markt – China – nicht rund. Die Anfang Februar vorgelegten Auslieferungszahlen für Januar zeigten anhaltende Absatzschwierigkeiten. Der heimische Markt bleibt hart umkämpft, die internationale Expansion verläuft schleppender als erhofft.
Zu den Hauptverantwortlichen für den Gegenwind zählt Konkurrent Nio. Der frühere Pionier hatte sich mit seinem Batterie-Wechselsystem jahrelang verzettelt, Marktanteile und Geld verloren. Doch seit dem Verkaufsstart günstigerer Modelle in 2025 dreht sich das Blatt. Im Januar lieferte Nio 27.182 Fahrzeuge aus – ein Plus von 96,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Submarken ONVO und FIREFLY legten zu.
Am vergangenen Donnerstag meldete Nio für das vierte Quartal 2025 einen operativen Gewinn zwischen 100 und 172 Millionen Dollar – der erste seiner Unternehmensgeschichte. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal hatte das Minus noch bei 800 Millionen Dollar gelegen. Die Aktie sprang am Freitag um 7,2 Prozent nach oben und durchbrach mehrere technische Widerstände.
Batterie-Offensive als Gegenstrategie
BYD setzt auf Technologie, um den Druck abzufedern. Am Wochenende präsentierte der Konzern auf einem Investorenbriefing Neuigkeiten aus der Batteriesparte – ein oft unterschätzter, aber zentraler Geschäftsbereich. Selbst Tesla bezog zeitweise BYDs fortschrittliche Blade-Battery. Nun lieferte das Unternehmen Einblicke in den Entwicklungsstand der dritten Generation seiner Batterietechnologie und gab erstmals Details zu Feststoffbatterien preis.
Die Batteriesparte könnte zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal werden, falls der Preiskrieg im Pkw-Segment weiter eskaliert. Ob die technologische Offensive ausreicht, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. Fest steht: BYD kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig – juristisch in den USA, technologisch im Labor und verkäuferisch auf den Straßen Chinas.
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