Volkswagen könnte deutlich mehr Geld in die Kasse bekommen als gedacht. Der Verkaufsprozess der Dieselsparte Everllence hat Gebote von rund 8 Milliarden Euro generiert – weit über der ursprünglich erhofften Spanne von 5 bis 6 Milliarden Euro. Das verschafft dem Konzern unerwartet viel finanziellen Spielraum. Gleichzeitig wird am 10. März der vollständige Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht.

Bieterrennen übertrifft Erwartungen

Sechs namhafte Finanzinvestoren haben die zweite Runde der Auktion erreicht. Zu den Bietern zählen die Private-Equity-Schwergewichte Blackstone, Brookfield Asset Management, Advent International, Bain Capital, EQT und CVC Capital Partners. Auch der japanische Motorenhersteller Yanmar ist im Rennen.

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Verbindliche Angebote werden innerhalb der nächsten sechs Wochen erwartet. Volkswagen plant, eine Minderheitsbeteiligung von 30 bis 40 Prozent an Everllence zu behalten. Die Tochtergesellschaft erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro bei einem operativen Ergebnis von 337 Millionen Euro.

Der mögliche Erlös könnte die Elektrifizierungsstrategie und die China-Offensive des Konzerns finanzieren – zwei Bereiche, in denen Volkswagen dringend aufholen muss.

Jahresbericht als Stimmungstest

Am 10. März legt der Konzern seine finalen Zahlen für 2025 vor. Nach neun Monaten lag der Umsatz bei 238,7 Milliarden Euro, das operative Ergebnis bei 5,4 Milliarden Euro – ein Rückgang von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge erreichte lediglich 2,3 Prozent, belastet durch 7,5 Milliarden Euro Sondereffekte. Bereinigt lag die Konzernmarge bei 5,4 Prozent.

Für das Gesamtjahr stellt Volkswagen eine operative Rendite von 2,0 bis 3,0 Prozent in Aussicht. Entscheidend wird der Ausblick für 2026 sein, zumal die Aktionäre am 18. Juni über die Dividende abstimmen.

China-Strategie nimmt Fahrt auf

Das Joint Venture SAIC-Volkswagen hat das neue Flaggschiff-SUV ID. ERA 9X präsentiert, das im März auf den Markt kommen soll. Mit 5,2 Metern Länge ist es das bislang größte SUV der Marke. Die Topversion liefert 380 kW Systemleistung und erreicht mit einem 65,2-kWh-Akku über 400 Kilometer elektrische Reichweite nach CLTC-Standard.

SAIC-Volkswagen plant für 2026 sechs neue Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Der Hintergrund: Die Auslieferungen in China sanken 2024 um 8,3 Prozent auf 2,2 Millionen Einheiten – ein deutlicher Dämpfer für den Gesamtkonzern.

US-Zölle belasten weiterhin

Volkswagen überdenkt seine Pläne für eine große Audi-Fabrik in den USA. Die von Präsident Trump verhängten Kfz-Zölle kosteten den Konzern in den ersten neun Monaten 2025 rund 2,5 Milliarden Dollar. Die Belastung bleibt ein strukturelles Problem, insbesondere für die Marke Audi.

Der Everllence-Verkauf könnte einen wichtigen Baustein zur Finanzierung der Transformation darstellen. Ob die operative Marge 2026 wieder steigt, wird sich am 10. März zeigen – ein Termin, der die Stimmung rund um die Aktie prägen dürfte.

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