Plug Power startet mit Rückenwind in den März: Ein besser als erwartetes Quartal, erstmals wieder eine positive Bruttomarge und ein CEO-Wechsel liefern gleich mehrere Impulse auf einmal. Dazu kommt ein symbolträchtiger Termin an der Nasdaq. Doch wie belastbar ist das Signal, wenn der Ausblick für 2026 eher gebremst ausfällt?

Q4 überrascht – Marge dreht ins Plus

Im vierten Quartal 2025 lag der bereinigte Verlust je Aktie bei -0,06 US-Dollar bei einem Umsatz von 225,2 Mio. US-Dollar. Damit schnitt Plug Power sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis besser ab als erwartet. Wichtiger noch: Die Bruttomarge wurde mit +2,4% erstmals wieder positiv. Das ist ein operativer Meilenstein, weil er auf Fortschritte bei Kosten und Preisgestaltung hindeutet – und nicht nur auf kurzfristige Effekte.

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Am Markt kam das zunächst gut an, die Bewegung war zudem von erhöhtem Handelsvolumen begleitet. Heute steht die Aktie allerdings wieder unter Druck und fällt um 8,75% auf 1,94 Euro.

2025 wächst – Elektrolyseure werden zum Treiber

Auf Jahressicht meldete das Unternehmen für 2025 rund 710 Mio. US-Dollar Umsatz, ein Plus von 12,9% gegenüber dem Vorjahr. Als Treiber nennt Plug vor allem höhere Stückzahlen im Equipment-Geschäft und anhaltende Dynamik im globalen Geschäft.

Besonders stark: Die GenEco-Elektrolyseure steuerten 2025 mit 187 Mio. US-Dollar einen Rekordumsatz bei. Gleichzeitig spricht Plug von einem globalen „Sales Funnel“ von rund 8 Mrd. US-Dollar. Zudem seien inzwischen mehr als 300 Megawatt dieser Elektrolyseure ausgeliefert und auf sechs Kontinenten im Einsatz. Das unterstreicht, dass es nicht mehr nur um Pilotprojekte geht, sondern um breitere kommerzielle Nutzung.

Umbau, neuer CEO – und ein vorsichtiger Ausblick

Mit „Project Quantum Leap“ arbeitet Plug an einer strukturellen Kostensenkung: Optimierung der Abläufe, Stellenabbau, Standort-Konsolidierung, Preiserhöhungen bei bestimmten Angeboten und weniger gebundenes Working Capital. Für 2026 sind weitere Maßnahmen angekündigt, um Marge und Cashflow weiter zu verbessern.

Auch an der Spitze gibt es Bewegung: Jose Luis Crespo hat am 2. März 2026 offiziell als CEO übernommen. Er war zuvor President und Chief Revenue Officer und verantwortete Vertriebsstrategie, globale Sales-Aktivitäten und das kommerzielle Geschäft – inklusive Aufbau einer milliardenschweren Pipeline und stärkerer Beziehungen in Europa.

Beim Pfad zur Profitabilität bleibt das Management konkret: positive EBITDAS im vierten Quartal 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, Gesamtprofitabilität bis Ende 2028. Gleichzeitig bremst der Ausblick die Erwartungen: Für 2026 stellt Plug nur rund 13% Umsatzwachstum in Aussicht – laut Quelle deutlich weniger als die Wall Street erwartet hatte. Wells Fargo reagierte gemischt: Das Kursziel wurde zwar um 33% auf 2 US-Dollar angehoben, das Rating blieb aber bei „Equal Weight“. Positiv hervorgehoben wurde zudem eine Schulden-Restrukturierung: Sie soll die Bilanz gestärkt und laut Analyst Zugang zu 368,5 Mio. US-Dollar „unrestricted cash“ geschaffen haben – mit dem Anspruch, 2026 ohne weitere Aktienverkäufe zu überstehen.

Am Freitag, 6. März 2026, will Plug Power zudem an der Nasdaq in New York die Closing Bell läuten – ein bewusst gesetztes Signal für einen Neustart. Entscheidend wird nun, ob die operative Verbesserung (allen voran die wieder positive Bruttomarge) in den kommenden Quartalen hält und der vorsichtige Wachstumsausblick dabei nicht zur Dauerbremse für die Bewertung wird.

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