Der Start in das Börsenjahr 2026 misslingt dem Wolfsburger Autobauer gründlich. Statt einer Erholungstendenz erreichen Anleger gleich zwei Hiobsbotschaften aus dem wichtigen US-Markt: Die Absatzzahlen sind im vierten Quartal massiv eingebrochen, flankiert von einem großangelegten Rückruf wegen technischer Mängel. Das US-Geschäft entwickelt sich zunehmend zum Sorgenkind des Konzerns.

  • Absatzeinbruch: VW-Kernmarke verliert 20 % im Q4, Audi sogar über 30 %.
  • Rückruf: Rund 530.000 Fahrzeuge müssen wegen Softwarefehlern in die Werkstatt.
  • Analystencheck: JPMorgan bestätigt „Hold“-Rating mit Kursziel 110 Euro.

Dramatischer Rückgang der Verkäufe

Die gestern nach US-Börsenschluss veröffentlichten Zahlen zeigen eine bedenkliche Entwicklung. Während Konkurrenten wie Toyota und GM das Jahr 2025 mit Zuwächsen abschlossen, verliert Volkswagen in den USA massiv an Boden. Besonders das vierte Quartal verlief desaströs: Die Kernmarke VW verzeichnete einen Rückgang von 20 %, die Premium-Tochter Audi büßte sogar mehr als ein Drittel ihres Volumens ein.

Verantwortlich für diesen Absturz ist vor allem die wegbrechende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Nachdem Ende 2025 wichtige staatliche Steuergutschriften in den USA ausgelaufen sind, reagierten die Käufer sofort. Der Absatz des Hoffnungsträgers ID.4 kollabierte im Schlussquartal regelrecht um 62 %. Marktbeobachter sehen darin eine Bestätigung, dass die Modellpolitik ohne Subventionen derzeit kaum tragfähig ist.

Software-Probleme reißen nicht ab

Als wäre die Absatzschwäche nicht genug, holt den Konzern erneut seine wohl größte Schwachstelle ein: die Software. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bestätigte einen Rückruf von insgesamt rund 530.000 Fahrzeugen. Betroffen sind Modelle der Marken Audi, Volkswagen und Porsche (Baujahre 2019 bis 2026).

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Auslöser ist ein Fehler, der zum Ausfall der Rückfahrkamera führen kann – ein klarer Verstoß gegen US-Sicherheitsstandards. Zwar soll ein „Self-Healing“-Update das Problem beheben, doch der Image-Schaden wiegt schwer. In einer Zeit, in der das Vertrauen der US-Verbraucher ohnehin schwindet, wirkt dieser technische Fauxpas als zusätzlicher Bremsklotz.

Charttechnik und strategische Lichtblicke

Die negative Nachrichtenlage spiegelt sich im Kurs wider. Die Aktie notiert nach einem Wochenverlust von fast einem Prozent bei rund 103,20 Euro und damit nur knapp über der psychologisch wichtigen 100-Euro-Marke. Der RSI (Relative Strength Index) von 27,8 deutet mittlerweile auf eine überverkaufte Situation hin, was kurzfristig eine technische Gegenbewegung begünstigen könnte. Dennoch bleibt der Titel unter dem 50-Tage-Durchschnitt gefangen.

Fundamental versucht das Management gegenzusteuern. Die Software-Sparte Cariad vertieft die Zusammenarbeit mit TomTom für bessere Navigationssysteme, und der für das Frühjahr 2026 geplante ID. Polo soll mit einem Startpreis ab 25.000 Euro und der Rückkehr zu physischen Tasten vergraulte Kunden zurückgewinnen.

Fazit

Für Investoren wird der 12. Februar 2026 zum entscheidenden Datum. Dann legt Partner Rivian Zahlen vor, und Volkswagen muss im Rahmen der Jahresergebnisse einen glaubwürdigen Plan präsentieren, wie der Abwärtstrend in den USA gestoppt werden soll. Gelingt mit dem ID. Polo im Frühjahr keine Trendwende im Volumensegment, dürften die Jahresziele frühzeitig in Gefahr geraten.

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